lieber die Einwirkung der bei Sauerstoffmangel im Harne aus¬ geschiedenen Milchsäure auf polarisirtes Licht und die Rotations- werthe activer Milchsäuren im Allgemeinen, Von F. Hoppe-Seyler und Tr. Iraki. Die folgenden Untersuchungen sind zunächst zu dem Zwecke unternommen, um festzustellen, ob die von dem einen von uns1 2) aus dem Harne von Thieren, welche unter der Einwirkung von hochgradigem Sauerstoffmangel sich befinden, dargestellte Milchsäure nur die sog. Rechtsmilchsäure sei oder j ob auch daneben andere Milchsäure ausgeschieden werde. Hie Abwesenheit von optisch activer ß-Oxybuttersäure in diesen Harnen war bereits festgestellt#), und die Anwesenheit anderer optisch wirksamer in Aether löslicher Stoffe nicht anzunehmen; so schien von vornherein die gestellte Aufgabe eine leicht zu bewältigende zu sein. Sie hat uns dennoch längere Zeit beschäftigt, weil bei ihrer Bearbeitung sich neue Kragen darboten, ohne deren Beantwortung ein einigermassen gesichertes Urtheil nicht zu erwarten war, Gleich bei dem Beginne der Untersuchungen ergab sich » ine nicht geringe Veränderlichkeit der Rotationswerthe in ihrer Abhängigkeit von den Concentrationsgraden der Lösungen, «lie allerdings nach den bekannten grundlegenden Bestim- 1) Araki, diese Zeitschrift, Bd. 19, S. 422 -175, 2) Ebendaselbst, Bd. 18, S. 1.