177 Unter den obengenannten 3 Einwirkungsarten dürfte die Anwendung der sauerstoffarmen Luft als das Verfahren angesehen werden, welches die sichersten Resultate liefert, weil die Thiere in diesen Versuchen im Uebrigen sich unter ganz normalen Verhältnissen befanden, insbesondere auch ein erhöhter G04-Gehalt in der eingeathmeten Luft ganz aus¬ geschlossen war. Für diese Versuche hat sich Herr Ara kl eines Apparates bedient, den ich bereits vor längerer Zeit für zahlreiche Versuche anderer Art, besonders aber zur Auf¬ findung der Grenze des Sauerstoffdruckes in der Luft, unter welcher das Leben der warmblütigen Thiere nicht mehr be¬ stehen kann, benutzt habe. Auch von Stroganow ist in seinen vor langer Zeit im physiologisch-chemischen Institute an- gestellten Untersuchungen eine sehr ähnliche Apparatanordnung verwendet. Der von Herrn Araki benutzte Apparat ist im beir getilgten Holzschnitte abgebildet. Er besteht aus einem ziem¬ lich luftdichten Kasten A, dessen Deckel als Schieber geöffnet werden kann ; in diesem Rehälter befindet sich das Versuchs¬ tier. An Stelle des Kastens A kann eine auf abgeschliffener Glasplatte luftdicht aufgesetzte tubulirte Glasglocke verwendet werden. B ist ein teilweise mit Wasser gefülltes Fläsch¬ chen, G ein Stativ mit 4 mit Kalilauge von 1,27 spec. Gew. teilweise gefüllten Waschflaschen. D und D' sind- unten offene, oben in engere Röhren verlängerte Glascylinder, welche durch einen kleinen Wassermotor (von Schmid, Zürich) mittelst Transmissionen i, i, p p' p" in den Quecksilberbehältern auf und ab bewegt als Pumpen wirken, deren Ventile die mit Kalilauge gefüllten Waschflaschen in C darstellen. Die aus dem Thierbehälter A oben durch a austretende Luft geht durch das T-Röhrchen o, je nachdem D oder D' sich gerade aufwärts bewegt, in die eine oder die andere der beiden an¬ gefügten Waschflaschen, gelangt durch die Kalilauge streichend in den im Quecksilber aufsteigenden Glascylinder und wird, wenn derselbe wieder abwärts sich bewegt, durch das Röhr¬ chen r (aus D) oder durch F (aus D') wieder durch Kalilauge getrieben durch m in die kleine Flasche B und 1 von dort Zeitschrift für physiologische Chemie. XIX. ' * '33