lieber Huminsubstanzen, ihre Entstehung und ihre Eigenschaften. Von F. Hoppe -Sey 1er. I. lieber die Bildung von Huminsubstanzen in Pflanzen. Bd der Zersetzung abgestorbener feuchter Pflanzentheile bilden sich bekanntlich amorphe Substanzen, die dem Humus seine braune Farbe geben und als Humus- oder Huminsub¬ stanzen gewöhnlich bezeichnet werden. Lebende Pflanzen sind in allen ihren Organen frei von diesen Stoffen, abeit die Bildung derselben erfolgt ganz allgemein in jedem Theile einer Pflanze, wenn der Tod eintritt, und der absterbende Theil Wasser enthält. Fasst man die Veränderungen, welche bei dem Absterben der Blätter und anderer saftreicher Theile von Pflanzen sich zeigen, näher in’s Auge, so erkennt man bald, dass übereinstimmend bei Pflanzen der verschiedensten Organisation zwei Veränderungen stets Hand in Hand gehen, nämlich eine Färbung in helleres oder dunkleres Braun und das Eintrocknen an der Luft. Mag diesen Veränderungen, wie es so häufig der Fall ist, ein Verschwinden des Chloro¬ phylls, eine gelbliche oder rothe herbstliche Färbung voraus¬ gehen, erst mit dem Verschwinden des turgor vitalis treten gleichzeitig, meist mit scharfer Abgrenzung der nekrotischen Theile, die Braunfärbung und das Eintrocknen ein. Bleiben die Theile mit Wasser benetzt, so dass das Eintrocknen ver¬ hütet wird, dann werden sie beim Absterben weich, schlaff und, wenn das Gewebe nicht sehr holzig ist, zerfliessend, während zugleich die Braunfärbung in geringerem oder stär¬ kerem Maasse eintritt. In gewissen Pflanzen ist diese Braun- farbung mehr gelblich, in andern röthlich, wieder bei andern r «