Bemerkungen zu vorstehendem Aufsatze. Von W. Wundt. Die Ergebnisse der obigen Untersuchung sind, wie ich glaube, in mehrfacher Beziehung von großem Interesse. Besonders ist es der Nachweis, dass die für den Contrast »günstigen Unterschiede« der Lichtintensität in einer einfachen, durch eine geometrische Progres¬ sion darzustellenden Beziehung zu einander stehen, der auf die Theorie des Contrastes ein neues Licht zu werfen verspricht. Mit diesem Nachweis steht aber der andere, dass das W eber’sche Gesetz bei der Methode der mittleren Abstufungen nur dann strenge zutriift, wenn die zu vergleichenden Lichtintensitäten Glieder j ener Proportionenreihe »günstiger Unterschiede« sind, im innigsten Zusammenhänge. Beide Sätze erscheinen, wenn man erwägt, dass nach des Yerfasser’s Ver¬ suchen alle Lichtvergleichungen mit dem Einfluss des Contrastes be¬ haftet bleiben, also in Wahrheit Contrastversuche sind, lediglich als verschiedene Ausdrucksformen einer und derselben That- sache. Denn das Web er’sehe Gesetz ist es ja eben, welches eine solche Ordnung der verglichenen Reizstärken in einer geometrischen Reihe fordert. Als das wesentliche Ergebniss der Versuche des Herrn Neiglick dürfte daher dieses festzuhalten sein, dass dieselben eine neue, bisher nicht beobachtete Art der Abweichung vom Weber- schen Gesetze darthün, darin bestehend, dass genaue tfebereinstimmung mit diesem Gesetze nur bei bestimm¬ ten Abständen der verglichenen Reize vorhanden ist. Zu den bis dahin bekannt gewordenen Grenzabweichungen würde