In Sachen des Zeitsinnes und der Methode der richtigen und falschen Fälle, gegen Estel und Lorenz. Von Cr. Th. Fechner. So schätzbar die Wundt’sehe Methode der Minimaländerungen ist, und von jeher habe ich das Verdienst derselben anerkannt, und so viel Vertrauen die im Wundt’sehen Institute angestellten Versuche unter der Leitung ihres Vorstandes in Anspruch nehmen, so ver¬ möchte ich mich doch nicht allen, bisher daraus gezogenen Folgerungen zu fügen, und finde mich namentlich in Widerspruch mit den von zwei Schülern dieses Institutes, Estel und Lorenz, in ihren Ab¬ handlungen vertretenen Ansichten, worüber folgends unter deren Namensüberschrift das Nähere. Estel (Philosoph. Stud. II. 17. 475). Dr. Estel hat in einer Abhandlung in diesen »Studien« II. 17 ff. mittelst Versuchen nach der Methode der Minimaländerungen nach¬ zuweisen gesucht: 1) dass das Weh er’sehe Gesetz in Betreff des Zeitsinnes keine Gültigkeit hat; 2) dass der, von Wundt sog. mitt¬ lere Schätzungsfehler J sich mit wachsender Hauptzeit t periodisch vergrößere und verkleinere. Wogegen ich meinerseits in einer Abhand¬ lung der königl. sächs. Soc. d. Wiss. math, physikal. Cl. XIII. 3 ff.1) 1) Als Separatabdruck unter dem Titel: »Ueber die Frage des "Weber’schen Gesetzes und des Periodicitätsgesetzes im Gebiete des Zeitsinns«, Lpz. Hirzel 1884. Nachträglich folgendes darin zu berichtigen : S. 12, Z. 7 v. u. statt j/Iê 1. ~^/j- » 78 » 22 v. o. » & \ “ » 85 » 6 v. u. » Verhältnissschwellen 1. Unterschiedsschwellen. » 86 » 2 v. o. » 2 1. Wundt, Philos. Studien. III. 1