Ueber den Zusammenhang zwischen der Methode der Minimaländerungen und der Methode der richtigen und falschen Fälle. Von Erich Mosch. (Leipzig.) Mit 2 Figuren. 1. Vorbemerkungen. Von den Maßmethoden der Psychophysik liefert nur die M. d. M.-Ae.1) den Werth der Unterschiedsschwelle direct; die andern Methoden ergeben gewisse Größen, mit deren Hülfe man zwar auch die Unterschiedsempfindlichkeit misst, die aber nicht in engerem Zu¬ sammenhänge mit der Unterschiedsschwelle stehen; nur die M. d. r. u. f. F.2) liefert einen Werth, dem zuweilen auch der Charakter einer Unterschiedsschwelle zugesprochen worden ist. Die M. d. r. u. f. F. sowie die der M.-Ae. sind daher auch oft mit einander verglichen worden, die Ergebnisse dieser Untersuchungen stimmen aber durchaus nicht überein. In der M. d. r. u. f. F. kommen zwei Größen vor, die zur Messung der Unterschiedsempfindlickeit benutzt worden sind, nämlich das aus der Fehlertheorie bekannte Gauß’sehe Präcisions- maß h und die im Folgenden mit x (bezw. x0 und xu) hezeichnete Müll er’sehe Schwelle, d. i. diejenige Reizdifferenz, bei der die relative Häufigkeit der r. bezw. f. Fälle ebenso groß ist, wie die der andern Urtheile zusammen. Um die Berechtigung dieser beiden Größen zur Messung der Unterschiedsempfindlichkeit handelt es sich; bald 1) Zur Abkürzung für Methode der Minimaländerungen. 2) Zur Abkürzung für Methode der richtigen und falschen Fälle.