Ueber die Bedeutung der Convergenz- und Accommodations- bewegungen für die Tiefenwahrnehmung. Von Maximilian Arrer. (Schluss.) Capitel II. Versuch einer Erklärung der mitgetheilten monocularen und bin- ocularen Versuche über das Wahrnehmen von Tiefenunterschiedeil. a. Vollständige Beschreibung der Versuche. § 23. Bevor ich zur eigentlichen Aufgabe dieses Capitels über¬ gehe, ist es nothwendig, noch eine Reihe von Mittheilungen sowohl über die ausgeführten monocularen als auch binocularen Experimente zu machen, ohne die mir eine Erklärung ihrer Ergebnisse unmöglich scheint. Was ich mittheilen will, sind nicht objective, in Zahlen aus¬ gedrückte und in Tabellen niedergelegte Resultate, sondern verschie¬ dene Aussagen der einzelnen Beobachter aus ihrer inneren Wahr¬ nehmung darüber, wie sie sich bei diesen Versuchen verhielten, wie sie ihre Urtheile ahgaben, kurz, es ist das, was ich hier zunächst geben will, eine möglichst vollständige Beschreibung dieser Versuche. Wenn ich das hier unternehme und ein ganz besonderes Gewicht darauf lege, so glaube ich nur im Sinne der Aufgabe der experi¬ mentellen Psychologie zu handeln, von der W undt einmal sagte, dass sie ihre Aufgabe gethan habe, »wenn sie eine exacte Beschrei¬ bung der sämmtlichen Erscheinungen ihres Gebietes« geleistet hat,