36 Festigkeit der Baustoffe halbe Würfelhöhe an; unsere gewöhnlichen Ziegel können als aus zwei Halbwürfeln bestehend angesehen werden. Die Ver¬ suche verschiedener Beobachter stimmen manchmal schlecht zu¬ sammen. wahrscheinlich wegen der Höhenwahl. ]). Flüssigkeiten oder Flude Hier folgen die Werte der Elastizitätsmodel für einige tropf¬ bare Flude. Die Versuche wurden an Prismen in fester, undehn¬ bar gemachter Hülle ausgeführt; indem die Flüssigkeiten in diese eingeschlossen sind, besitzen sie unbegrenzte Druckfestigkeit (vgl. S. 15) zeigen aber Elastizität. Stoffe: Wasser Äther Schwefelsäure Quecksilber E = 195-—199 ■—- '200 72.8 118 1929 Der Wert für Wasser ist umgerechnet aus den Zahlen, welche die wichtigen Versuche von Colladon und Sturm geliefert haben*). Ein Wasserprisma, das unter 90 at Druck stellt, und 8 m Länge hat, erleidet danach die Verkürzung X = 8000.0.9 ; 200 = 3G mm; ebensoviel bei 900 at Druck in einem als un¬ dehnbar anzusehenden Preßzylinder von 800 mm Höhe, nämlich X 800 . 9 : 200 — 36 mm. Wenn man also einen solchen Preß- kolben entlastet, wird er von dem sich wieder ausdehnenden Wasser um 36 mm gehoben. Von gasförmigen Fluden. wie Luft, Dampf usw., ist ein Elastizitäts¬ modul nicht anzugeben, da für sie der Carnot sehe Satz [Glei¬ chung (2)] keine Geltung hat; denn ihr Widerstand gegen Druck ist nicht diesem geradlinig pro¬ portional, sondern steigt nach dem Mariotti sehen Gesetz bei konstanter Temperatur wie die Ordinaten einer Hyperbel, sieh Fig. 28. Dies läßt, wenn wir einen Blick auf S. 3 zurückwerfen, *) Siehe Mémoire s. 1. compression des liquides 1827, neu abgedruckt 1887, Genf, Schuckardt. Die „Unzusammendrückbarkeit“ des Wassers wurde durch diese Versuche als grundloses Vorurteil erwiesen. Fig. 2S Widerstand der Gase