94 Eduard Sievers. [30 1. Die Handflächen flach nach oben gewendet, die Arme oder Hände ein wenig konvergierend: 0 sähst du, voller Mondenschein . . . 2. Beide Hände locker nach oben geballt (d. h. so, daß die ein¬ geschlagenen Finger nach oben liegen, der Handrücken nach unten), die Daumen locker eingeschlagen, mit Da steh ich nun, ich armer Tor . . . 3. Gleiche Ballung der Hände zur Faust, aber Handrücken nach oben gewendet, mit Ich ging im Walde So vor mich hin . . . 4. Die beiden Handflächen bei etwas konvergierender Arm- oder Handhaltung einander flach (d. h. ohne Biegung der Finger) gegen¬ übergestellt, mit Sag iclis Euch, geliebte Bäume, Die ich ahndevoll gepflanzt . . . (an Frau von Stein). 5. Die Handflächen (wieder ohne Fingerbiegung) horizontal nach unten gekehrt mit «Altschottisch» Str. 1, 3, 5 usw. : Und morgen fällt St. Martins Fest, Gutweib liebt ihren Mann . . . 6. Die Fäuste locker schräg nach oben geballt (wie bei Nr. 2), aber die Daumen ausgeschlagen und aufgerichtet, mit Als sie die Worte gesprochen, entfernte sich Dallas Athene, Wandelnd über das Meer verließ sie die liebliche Insel . . . (aus der Odyssee). 7. Haltung ungefähr wie vorher, aber die beiden kleinen Finger grad ausgeschlagen und einander entgegengestreckt, mit Wenn der Mond ist auf der Welle, Wenn der Glühwurm ist im Gras, Und ein Scheinlicht auf dem Grabe, Irres Licht auf dem Morast . . . (nach Byron); aber jede von diesen sieben Handstellungen stört wieder, wenn sie mit einem andern der Texte zusammengebracht wird als dem, für den sie oben vorgesehen ist. Von diesen Handstellungen war bei Joseph Rutz noch nicht die Rede, so wenig wie von den früher besprochenen Gesten: seine Aufmerksamkeit war vielmehr auf die Muskelspannungen gerichtet, die im menschlichen Rumpfe selbst als Begleiter gewisser Stimm- gebungsarten auf treten, und zwar im wesentlichen wiederum enger