15 sehen und Ton bezahlt und wenn diese noch anständig sind, so wird angenommen, das andere „Nebensächliche“ sei in bester Ordnung. Prosit die Mahlzeit! Doch, nach unserer Ansicht, scheint eine Besserung der Dinge nicht ganz ausgeschlossen zu sein, namentlich dann nicht, wenn die solideren Clavierfabrikanten vereint und energisch gegen diesen Unfug einmal Vorgehen wollten. Sollte es nicht möglich sein, dass sie sich zusammenthäten und consequent und ausgiebig die gesammte Presse be¬ nützten, um dem clavierkaufenden Publikum einmal, nein vielmal den Standpunkt klar auseinander zu setzen. Mit der Zeit möchten sich doch spürbare Folgen zeigen. Allerdings werden, ebensowenig wie Winkeladvokaten und Quacksalber aus der Welt zu schaffen sind, alle Ola- vierpfuseher und Afterclavierhändler zu vertilgen sein; aber mit Ausdauer und planmässigem Vorgehen dürfte doch einige Besserung in dieser ungesunden Geschäftsmanier erreicht werden, und es wäre vielleicht der Mühe werth, wenn diese Frage gelegentlich eingehend discutirt würde. Es ist mit vereinten Kräften schon Manches erzielt worden, woran anfänglich so stark wie möglich gezweifelt wurde. Ueberdies sind diese schlimmen Verhältnisse, wie sie heute allerorts bestehen, Jedem so sattsam bekannt, dass er sich gar nicht zu besinnen braucht, ob es opportun er¬ scheine oder nicht, gemeinsam irgend welche Maass¬ regeln dagegen wenigstens zu versuchen. Wenn einmal genug gejammert und das Uebel erkannt worden ist, so dürfte es auch an der Zeit sein, zu handeln. Nur in der Lethargie zu verharren, ist nicht ge¬ rechtfertigt. Ob wohl diese hingeworfenen Gedankenspähne da und dort Feuer fangen werden? Wenn wir nun noch auf verschiedene Ansichten zu sprechen kommen, zu denen wir während einer zwanzig¬ jährigen Praxis im Clavierhandel gelangt sind, so geschieht es namentlich aus dem Grunde, um die Herren Clavier¬ fabrikanten zu eventuellen Gegenansichten zu veranlassen, und auch in der Voraussetzung, ein Meinungsaustausch möchte um so gerechtfertigter erscheinen, als wir (auf Kei- sen bei persönlicher Bekanntschaft mit vielen derselben)