94 Wechsel rührt daher, daß die Tonhöhe von der Schallfortpflanzungs¬ geschwindigkeit in der Luft und diese wieder von der Temperatur abhängt, indem sie, bei 0° C gleich rund 332 m, mit jedem Grad um 0,6 m wächst. Schnabel- und Querflöte. « 3 ce o 5 o > jjp *N Oh ’3 J <x> A « 3 u fcd 32 c 3 u <D 'S <35 > Lektion 25. Im Mittelalter hatten die Flötenbläser neben der Querflöte auch noch In¬ strumente, die mittels eines Schnabels ganz ebenso angeblasen wurden wie die Labialpfeifen der Orgel. Diese alten Schnabelflöten oder Plockflöten sind aber mit verschwindenden Ausnahmen völlig durch die Querflöte verdrängt worden und außer Gebrauch gekommen. Zum Anblasen der Querflöte (Fig. 36) dient das sogenannte Mundloch, das sich nahe dem geschlossenen Ende des Flöten¬ rohres befindet. Das Prinzip ist auch hier das, daß ein bandförmiger Luftstrom, eine Luftzunge, gegen den Rand der Anblase¬ öffnung schlägt und stehende Wellen im Flötenrohr hervorruft. Nur sind es in diesem Falle die Lippen des Bläsers, die die Rolle der Kernspalte übernehmen und das an¬ blasende Luftband formen, während die Lunge den Blasebalg vertritt. Elementar¬ theoretisch betrachtet schwingt die Luftsäule im Flötenrohr, wenn wir dessen Seitenlöcher zunächst als nicht vorhanden ansehen, zwi¬ schen dem Mundloch und der endständigen offenen Mündung der Röhre wie eine Punkt¬ reihe mit zwei freien Enden, d. h., wenn der Grundton erklingt, mit einem Knoten in der Mitte. Dabei hängt die Wellenlänge und Höhe des Grundtones wiederum von der Distanz zwischen Mundloch und Mündung ab; je länger die Flöte um so tiefer, je kürzer um so höher der Grundton. Um nun aber nicht bloß einen O 32 3