94 Mittel des Ausdrucks bei Thieren. Cap. 4. Erzittern sämmtlicher Muskeln des Körpers verursacht, so wird auch die Stimme zitternd und gleichzeitig auch wegen der Trocken¬ heit des Mundes heiser, da die Speicheldrüsen nicht thätig sind. Warum das Lachen der Menschen und das Kichern der Affen aus einer schnellen Wiederholung von Lauten besteht, kann nicht er- •• klärt werden. Während der Äusserung dieser Laute wird der Mund dadurch, dass die Winkel nach hinten und nach oben ge¬ zogen werden, quer verlängert; für diese Thatsache eine Erklä¬ rung zu geben wrird in einem spätem Capitel versucht werden. Aber das ganze Thema von den Verschiedenheiten der unter ver¬ schiedenen Seelenzuständen hervorgebrachten Laute ist so dunkel, dass es mir kaum gelungen ist, irgend welches Licht darauf zu werfen; und die Bemerkungen, welche ich hier gemacht habe, haben nur wenig Bedeutung. Alle bis jetzt erwähnten Laute hängen von den Respirationsorganen ab ; es sind aber auch Laute, welche durch völlig verschiedene Mittel hervorgebracht werden, ausdrucksvoll. Kaninchen stampfen laut auf den Boden, um ihren Kameraden ein Signal zu geben ; und wenn man es ordentlich zu machen versteht, so kann man an einem ruhigen Abend die Ka¬ ninchen rings umher antworten hören. Es stampfen auch diese Thiere, ebenso wie einige andere, auf den Boden wenn sie zornig ge¬ macht werden. Stachelschweine rasseln mit ihren Stacheln und machen ihren Schwanz er¬ zittern, wenn sie zornig werden, und ein sol¬ ches Thier benahm sich in dieser Weise, als eine lebendige Schlange in seinen Käfig ge¬ bracht wurde. Die Stacheln am Schwänze sind rig. n. Lauterregende Kiele von denen am übrigen Körper sehr verschie- vom Schwänze des Stachel- , . . , , schweins. den ; sie sind kurz, hohl, dünn wie em Gänse¬ kiel mit quer abgeschnittenem Ende, so dass sie offen sind; sie werden von langen, dünnen, elastischen Stielen getragen. Wenn