174 9>Ian gu einer neuen Sn ber Grinteilung biefer Jjauptepochm beè Sbealè nun i)abe id) nad) langer Grrwägung eine »on 43egel abwetd)enbe Änorbnung »er« genommen. liefe (Srwägung betraf bie gragc, ob baè mobeme Sbeal alè eine befonbere gorm aufgugäl)len ober unter baè roman* tifcfye gu fubfumieren fei, fo etwa, baff eè, wie JJegel tnt, alè 2luf* löfung beèfelben an ben ©d)luß gefegt würbe, gür bie ©ubfumtion fprecßen bie wefentiidjen 2»erfmale, welche baè mobeme Sbeal mit bem mittelalterlichen im gemetnfamen Unterfdjiebe oon bem flaffîfdjcn teilt ; ja baè ^rinjip felbjl, wenn man will, t)aben beibe miteinanber gemein, bie Religion beè ©eifleè nämlich, »ertieft »on bem germa* nifchen ©ernüte, bie 3nnerlid)feit, bie materifche, mußfalifche ©tim* mung im ©egenfafce gegen bie plaßifdje. 2l0ein gwifchen betben fleht bo<h bie ungeheure Stuft ber Äufflärung, welche bie mobeme Äunjl alè ihre negative SBorauèfeÇung niematè oerleugnen barf, noch fann, bie ber Autorität entwachfene freie ©ubjeltioität, bie ßd) in einer »erßänbig gufantmenhängenben SSeltorbnung umfdjaut, bie Sren* nung ber Äunft »on ber Religion, bie 33erweltlidjung ber Äunfl. ©è ifl biefelbe grage, wie bie, ob bie Deformation, biefer Sngibengpunft beè 9)lobernen in ber ©efdjichte, eine Bewegung innerhalb ber d>rifl=* ltd)en ftird;e, ober über biefelbe hinauè fei, wo ß<h auf beibeè mit Sa antworten läßt, ©egen bie 3luffaffung beè mobernen Sbealè alè einer eigenen gönn ifl noch »orgubringen, baß bie mobeme ‘'Phantafie noch leine gufammenhängmbe, fd)Wungooll btühenbe Äunß auè ftch heroorgebracht hat. Die nieberlänbifdje SRaterei im 17. Sahrljunbert, bie beutfehe 9Rußl unb Poeße in ber gweiten Hälfte beè 18., bie jeÇigen »ietoerfprechenben Anfänge neuer SRaterfchulen in £>eutf<h* lanb, granfreid), Belgien ßnb grüdjte einer bon ber 3lnfchauungè* Weife beè SJlittelalterè wefmtlich »erfchiebmen SMlbung ber taße, allein eè ßnb oereingelte Äußerungen, bie noch lein großeö ©angeè, feine gufammenhängenbe ^»auptepodje, fein gefchtoffeneè SßBeltalter bet Äunft gu fd)affm oermochten. 2Ran fönnte ftch auf ©hafefpeare berufen unb fagen, mit ihm fei berettè unmittelbar nach bem Äblaufe beè SBltttelalterè baè SOloberne ein für allemal ©podje* bilbenb burd>gebrod)en, fd)on fofem er ein bramattfeheè ©enie war, baè îiramatifche aber eine in ihrem ^ttngip mobeme Äunftform ift Allein in ©hafefpeare oereinigt ßd) baè SÄittelalter unb bie neue Seit, ber ©eiß beè felbßbewußten ffîiHenè unb ber ahnungèooKen 9lad)t,