Zur Einfühlung. IV. Die Auffassungstätigkeit. igl bestimmter Lautheit, Höhe und Färbung* aufgefaßt wird, eine gegenständlich bestimmte. Dieser gegenständlichen Bestimmtheit steht aber gegenüber die subjektive Bestimmtheit. Eine Auffassungstätigkeit ist sub¬ jektiv bestimmt oder hat ihre subjektive Bestimmtheit etwa dann, wenn sie, gleichgültig welches ihr Gegenstand sein mag, etwa eine Tätigkeit des Fürsichauffassens oder des Zusammen¬ fassens ist. So ist die Auffassungstätigkeit, in welcher Töne aufgefaßt werden, eine subjektiv bestimmte, wenn sie eine Tätigkeit des Zusammenfassens der Töne zum Ganzen einer Melodie ist. Eine solche subjektive Bestimmtheit der Auffassungstätigkeit ist natürlich immer eine Bestimmtheit meiner, weil sie eine Bestimmtheit meines Auffassens ist. Wie man sieht, ist die Auffassungstätigkeit, so wie sie hier genommen wird, nur das Machen, daß ein Gegenstand für mich da sei, das geistige Vormichhinstellen. Es ist also gleichbedeutend mit dem Denken, von dem im Eingang dieser Aufsätze die Rede war. Auch dies wurde ja als ein Machen, daß ein Gegenstand für mich da sei, oder als ein Hervorrufen dieses „für mich“ be¬ zeichnet. Auch jeder Denkakt kann doch als ein gegenständlich bestimmter bezeichnet werden, wenn das Gedachte oder der Gegenstand, auf den er zielt, ein bestimmter ist. Und auch hier träte dieser gegenständlichen Bestimmtheit die subjektive gegenüber. Ein Denkakt wäre etwa ein subjektiv bestimmter, wenn er als ein Fürsichdenken oder ein Zusammen¬ denken näher sich bestimmte. Auch Vorstellen könnten wir schließlich statt Auffassen oder Denken sagen, denn das Vorstellen ist jenes geistige Vorsich- hinstellen. Nur müßten wir dann das Vorstellen nicht im Sinne des bloßen Vorstellens nehmen, sondern auch das Wahrnehmen darunter begreifen. In jedem Falle ist die subjektive Bestimmtheit des Auffassens, Denkens, Vorstellens eine „gegenständlich bedingte“, wenn sie ihre Eigenart hat, weil der Gegenstand, worauf das Auf¬ fassen, Vorstellen, Denken zielt, dieser bestimmte Gegenstand ist, wenn also diese subjektive Bestimmtheit oder diese Be¬ stimmtheit meiner so geartet ist, wfe sie ist, weil, unabhängig