8 Grundlegung. »Persönlichkeit«, dies »reale Ich«, dies einzelne empfindende, vor¬ stehende, fühlende usw. »Wesen«. Und mit jenem physischen Substrat, oder in ihm, muß etwas geschehen; dasselbe muß aus der Ruhe aufgestört sein, wenn das Auftreten der physischen Phänomene verständlich sein soll. So muß auch in der Seele etwas geschehen; es müssen psychische Vor¬ gänge, Erregungen, wenn man lieber will, »Erregungszustände« sta¬ tuiert werden, wenn die psychischen Phänomene verständlich werden sollen. Solche Erregungen sind die Erregungen durch die physio¬ logischen Reize, und die reproduktiven Erregungen. Dazu kommen dann noch als weitere realpsychische Faktoren die Gedächtnisspuren oder Gedächtnisdispositionen; und die realen Beziehungen zwischen den psychischen Vorgängen, insbesondere die Assoziationen. * Es besteht aber nicht ein weiter abliegender, sondern ein un¬ mittelbarerer Anlaß für den Gedanken eines dauernden Substrats bei den psychischen, als bei den physischen Erscheinungen. Ich finde mich, dies eine mit sich identische Ich, jetzt diesen, jetzt jenen Inhalt empfindend oder vorstellend. In dieser Bewußtseins¬ tatsache ist ein unmittelbarer Zusammenhang gegeben zwischen einem Etwas, das in allem Wechsel der Bewußtseinserlebnisse und, so müssen wir hinzufügen, in allen seinen eigenen Wandlungen eines und dasselbe bleibt, einerseits, und diesen wechselnden Er¬ scheinungen andererseits. Indem wir diesen unmittelbar gegebenen Zusammenhang verwandeln in einen Kausalzusammenhang, denken wir eo ipso in dem unmittelbar erlebten Ich und andererseits in seinem V wechselnden Empfinden oder Vorstellen ein Reales mit, oder be¬ trachten jenes und dieses als Erscheinung eines solchen. * Und das Reale nun, welches in jenem Ich erscheint, nennen wir, eben deswegen, das reale Ich; das Reale, das in diesem phäno¬ menalen Empfinden oder Vorstellen erscheint, eben deswegen, das reale Empfinden bzw. Vorstellen oder den realen Empfindungs- bzw. VorstellungsVorgang. Und wir müssen zunächst, d. h. solange nicht etwa weitere Erfahrung eine Korrektur fordert, jenes Ich denken als so sich selbst gleichbleibend oder so verharrend wie das phänome¬ nale Ich, diese Vorgänge als so wechselnd wie ihre Erscheinungen. * Und indem wir den phänomenalen Zusammenhang als Erscheinung