256 _______( _ • • Erster Abschnitt. Uber das Wesen der Tiefenwahrnehmung. scheinung liefert, wie ich glaube, die von der Vp. oftmals — und zwar bei allen drei Arten der farbigen Beleuchtung — zu Pro¬ tokoll gegebene Beobachtung, dafs der Unterschied zwischen dem Falle des Vorhandenseins und demjenigen des Fehlens der Lote deutlicher sei, wenn im letzteren Falle — dem Falle der leeren Ecke — die Ecke ganz ungezwungen angesehen, als dann wenn der Blick und die Aufmerksamkeit auf einen Punkt des Zwischenmediums konzentriert werde. Somit war bei allen Farben, welche zur Verwendung gelangten, und ebensowohl bei Betrachtung aus der Nähe wie bei Betrachtung aus der Ferne, nach Anbringung der Lote „der Eindruck der Ausfüllung „so deutlich, dafs man sich ihm gar nicht entziehen, ihn gar „nicht hinwegdenken kann“. — Ganz ähnliche Ergebnisse wie bei der Beleuchtung der Ecke mit buntem Licht werden bei Beleuchtung mit weifsem Licht erhalten. Die vom Projektionsapparat ausgesandten Lichtstrahlen werden unmittelbar in die Ecke hineingerichtet. Der Eindruck der Ausfüllung mit hellem Licht ist mit voller Deutlichkeit vor¬ handen, wenn der Blick und die Aufmerksamkeit dem Zwischen¬ medium zugewandt wird; dagegen ist bei vorwiegender Beachtung der Wände das Vorhandensein jenes Eindrucks gar nicht, oder doch wenigstens nicht mit Sicherheit zu konstatieren. Nun werden die Lote in die Ecke hineingebracht. Der Ein¬ druck der Ausfüllung wird hierdurch anfangs weder deutlicher noch undeutlicher. Vp. gibt spontan an, die Fäden höben sich infolge der — nach Wegnahme der Gelatineblättchen — jetzt recht hellen Beleuchtung so stark vom Hintergründe ab, dafs sie alle verfügbare Aufmerksamkeit auf sich zögen und eine Be¬ achtung des Zwischenmediums nicht zuliefsen. Die Beleuchtungs¬ stärke wird jetzt durch Einschaltung eines Blättchens weifsen Pergamentpapieres in den Strahlengang herabgesetzt. Die Vp. gibt jetzt mit Bestimmtheit an, dafs der Eindruck der Aus¬ füllung mit hellem Licht bei der Anwesenheit der Lote deut¬ licher vorhanden sei als beim Fehlen derselben. Allerdings sei die Erscheinung nicht ganz so ausgesprochen wie im Falle der bunten Beleuchtung. Der Versuch mit Darbietung der Lote wird jetzt noch in der Weise modifiziert, dafs eine bunt beleuchtete Ecke dargeboten wird, welche nur zur Hälfte mit Loten ausgefüllt ist. Denkt man sich die Fufspunkte der Lote auf der unteren horizontalen