262 Schluss. bringen, indem wir ibr zweierlei geben : eine Peripherie und ein Centrum. Die Peripherie bestimmen wir durch den alles xunfassenden Begriff des spielenden Erlebens von überwiegend lustvollen Inhalten, die an die Wahr- nehmung eines objektiv Gebotenen gebunden sind» Hieraus ergiebt sich für uns die volle Freiheit, dem ästhetischen Genuss in allen seinen nur irgend mög¬ lichen Formen gerecht zu werden. Ob infolge der monarchischen Einrichtung des Bewusstseins der Reiz einer Einzelform oder einer Farbe oder eines Klanges den Schwerpunkt des Vergnügens bildet, ob die räum¬ liche oder zeitliche Komposition der Sinnesdaten das Interesse gefangen nimmt, ob wir uns mit reaktiven oder sympathischen Gefühlen der Wirkung der repro¬ duktiven Faktoren hingeben, ob wir den Mass stab des sittlich Erhebenden oder des intellektuell Vertiefenden anlegen, ob wir dem Gattungsideal oder dem indi- viduell Charakteristischen nachgehen, ob wir die Natur- treue oder die Zweckmässigkeit oder die technische Vollkommenheit bewundern, immer ist die Möglichkeit eines ästhetischen Zustandes gegeben, solange wir nur mit diesem oder jenem Verhalten an das spielende, d. h. um der überwiegend lustvollen Inhaltsgefiihle willen vollzogene Aufnehmen objektiv gebotener und subjektiv bereicherter Daten gebunden sind. Das Centrum aber liegt für uns in dem vollen Zusammenwirken sinnlicher und reproduktiver Fak¬ toren, das in der ästhetischen Personifikation und dem inneren Nachahmen seinen Höhepunkt erreicht. Denn wenn es im letzten Grunde bei allem ästhetischen Ge-