18 Erstes Kapitel. teten sinnlich - räumlichen Erlebens durch eine künst¬ lerische Vereinigung von Gesichtseindrücken mit Be- rührungs- und Bewegungsvorstellungen in vollkomme¬ nerem Masse Genüge zu thun, als die Natur es vermag. Man kann, wenn man von der Befriedigung besonderer Triebe absieht, in der Welt des Spiels zwei Höhepunkte lusterfüllten Erlebens unterscheiden: die Freude an angenehmen und intensiven Reizen. Eine befriedigende Definition beider Erlebnisarten ist nicht leicht zu geben; im ersten Fall handelt es sich um psychische Reaktionen von schwacher bis mitt¬ lerer Intensität, in denen wir uns mit einem sanften und reinen zweiten Fall um heftigere, stürmischere Reaktionen harmonisch ausleben können, im die unsere Aufnahme- und Ausgabefähigkeit bis aufs Äusserste in Anspruch nehmen und dabei das Gefühl eines hoch gesteigerten Daseins nicht ohne Beimischung von leiseren oder merklicheren Unlustgefühlen herbei¬ führen. In den „Spielen der Menschen“ habe ich diesen durch zahlreiche Beispiele verdeutlichen können, die zum grösseren Teil schon in das Gebiet . Hier sei, um von dem • • der Ästhetik ästhetischen Gemessen möglichst entfernt zu bleiben auf die j zwei verwiesen, wo wir ebenfalls unterscheiden können: einerseits die reine Lust an sanft gleitenden und schwebenden Be wegungen andrerseits die rauschartige, die Kraft bis zum letzten Reste verzehrende Freude am wilden Toben oder Dahinstürmen.