Wörme. 535 sich wenig von der, welche ein nasser Körper von derselben Gestalt und Wärmeleitungsfahigkeit unter denselben Umstän¬ den an nimmt; doch ist die Gröfse dieses Unterschiedes schwer am ermitteln, weil sich die Schwankungen in der Temperatur des umgebenden Mediums nur sehr langsam im Körper aus- gleichen. Halten sie sich in einer Luft auf, welche nicht mit Feuchtigkeit gesättigt ist, so sinkt ihre Temperatur durch die Verdunstung sogar noch unter die der Luft. Soll also ent¬ schieden werden, wie viel von der in ihnen vorhandenen Wäime ihnen eigen sei, wie viel von aufsen empfangen, so müssen sie entweder so lange in Wasser oder gesättigt feuch¬ ter Luft von ganz constanler Temperatur aufbewahrt sein, bis ihre Wärme sich mit der äufseren in Gleichgewicht ge¬ setzt hat, oder sie müssen mit einem gelödtelen Thiere von gleicher Species, Gröfse und Stellung verglichen werden, wel¬ ches in dasselbe Medium mit eingebracht worden ist, ln die¬ ser Art sind die Untersuchungen von Berthold (Neue Ver¬ suche über die Temperatur der kaltblütigen Thiere, Güttingen, 1S35) und Uutrüchcl (Annales des sciences nalur. Tome 13. 1840) angestellt worden, von jenem mit dem Thermometer, von diesem mit dem thermoeleclrischen Apparate. Alle übri¬ gen Messungen, wo die genannten Vorsiehtsmaafsregeln nicht beachtet sind, sind als unzuverlässig zu betrachten* Merklicher wird die Körperwärme bei vielen dieser Thiere, wenn meh¬ rere derselben zusammen in einen engen Raum gesperrt wer¬ den, weil die Ableitung der Warme dann in geringerem Maafse zunimmt, als die Körpermasse der Thiere, und die Erzeugung von Wärme. Bei den beschuppten Amphibien fand Bcrlhold eine Erhöhung über die Temperatur der Luft von 0°/25— T,0, Uuirochet von 0°,21 bei Laeerta agifis. Bei den Fröschen fand jener nur während der Begattung eine Erhöhung um 0°,25— 1°, dieser, mit feineren Hülfsmilteln versehen, beob¬ achtete bei Rana fusca sowohl in der Luft wie im Wasser eine eigene Temperatur von 0°,04 — 0°,05, bei Bufo ohstetri- cans 0°,I2, dagegen keinen Unterschied bei den Larven bei¬ der Thiere. Eine viel beträchtlichere Wärme von 10 — 12 will Valenciennes (Annales des sciences naturelles. T. NVL p. 65) bei einem Python biviltatus gefunden haben, der zujam- mengerollt zwischen Decken seine Eier bebrütete. Die übri-