490 aber selbst durch diese kleine Bewegung ist der Magnetstab aus seiner Gleichgewichtslage gekommen, und strebt, durch Schwingungen dieselbe zu erreichen ; solcher Schwingungen wird er nun sehr viele machen, so¬ bald kein äusserer Einfluss stattfindet, und er könnte durch dieselben sogar eine bestimmte Zuckung undeutlich machen ; hier wirkt nun das kupferne Gehäuse ; der bewegte Magnet erregt nämlich in demselben einen galvanischen Strom von der Art, dass er auf den Magnet den Ein¬ fluss äussert, seiner jedesmaligen Schwingung entgegenzuwirken. Die Wirkung eines solchen Dämpfers ist sehr überraschend. Ein Stab ohne Dämpfer macht, aus der Gleichgewichtslage gebracht, Hunderte von Schwingungen, bevor er zur Ruhe kommt; ein Stab mit Dämpfer hat seine Gleichgewichtslage nach drei bis vier Schwingungen erreicht. Der Schlitten L L, auf welchem der Magnetstab M M ruht, ist in Fig. 22 in der Endansicht, in Fig. 23 in der vorderen und in Fig. 24 in der oberen Ansicht abgebildet. Er hat an seinen beiden Enden bei U U Blechverstärkungen und ist in der Mitte durch die Träger V V mit dem durchlochten Oberstück TF verbunden. An den vier Enden gehen durch die Seiten der Blechverstärkungen U vier Justirschrauben X X hin¬ durch, durch welche der Magnetstab M in einer solchen Lage befestigt wird, dass seine magnetische Achse parallel mit der Hauptrichtung der Drahtwindungen I 1 läuft, und dass sein Schwerpunkt, sowie der Schwerpunkt des Schlittens, genau senkrecht unter dem Aufhänge¬ punkte liegt. Der Cylinder K ist unten mit einer Verstärkung Y versehen, mit welcher er unter TF greift und den Schlitten trägt. Da K cylindrisch ist, so kann auch TF in jeder Lage auf Y ruhen und der Schlitten so gedreht werden, dass eine gerade Stellung der Richtung des Magnetstabes dadurch ermöglicht ist. K selbst ist durchbohrt und ge¬ stattet dem Drahte O Durchgang, welcher mit dem keilförmigen Ende Z den Cylinder K trägt. Der Stab K ist bei a vierkantig gearbeitet, so- dass an dieser Stelle die Scheibe b (in Fig. 27 besonders abgebildet) aufgesteckt werden kann, welche an ihrer cylindrischen Seitenfläche mit Zähnen versehen ist, die sich für den Eingriff einer Schraube ohne Ende eignen. Ueber diesem vierkantigen Stücke a befindet sich wieder ein cylindrisches Stück des Stabes K, auf welches der in Fig. 26 abgebildete Spiegel nebst Gestell mit der Oeffnung d geschoben werden kann, sodass er drehbar ist. An dem Gestelle e e befindet sich auf der einen Seite der Spiegel N angeschraubt, an der andern Seite die Schraube ff so angebracht, dass dieselbe in die vorher erwähnte Scheibe b einzugreifen vermag. Bei g ist ausserdem noch ein mit e verbundenes Hülfsgewicht angedeutet um den Schwerpunkt des Spiegels nebst Gestell in die Um-