484 Fig. 11 ist eine Seitenansicht des am andern Ende aufgestellten Wasserbehälters FG, durch dessen Boden KL die Stifte H I gehen, welche am untern Ende H mit den Leitungsdrähten D verbunden sind und bei I vergoldete Spitzen haben, an welchen die Gasentwickelung stattfindet. Auf der Aussenseite des Gefässbodens K L sind die Buch¬ staben und Zahlzeichen angebracht, welche denen auf A B in Fig. 10 entsprechen. — In Fig. 17 ist eine solche Spitze einzeln in grösserem Maassstabe dargestellt. Fig. 12 ist eine Seitenansicht des Apparates Fig. 10, und Fig. 13 eine Seitenansicht des Apparates in Fig. 11. In die grösseren Löcher E, Fig. 12, werden zwei Vorstecker M u. P (in Fig. 16 u. 15 besonders abgebildet) mit ihren runden Enden N n. Q eingesteckt, um die von den Polen der hier nicht mit abgebildeten VoLTA’schen Säule kommenden Drähte O u. R mit den Stiften C E zu verbinden. Einer dieser Vor¬ stecker, z. B. P, kommt von dem positiven, und der andere, M, von dem negativen Pole, und da auf diese Art an dem andern Ende jedesmal in zwei Röhren zugleich Gasentwickelung eintritt, so ist im Allgemeinen festgesetzt, dass durch das positive Ende der erste, durch das negative der zweite Buchstabe bezeichnet werden soll. Es lässt sich aus dem Bisherigen leicht entnehmen, dass sich sehr einfache Regeln für das wirkliche Telegraphiren mit diesem Apparate aufstellen lassen, dass aber der Apparat vorzüglich durch die grosse Menge der zu legenden Leitungsdrähte und die Nothwendigkeit, am an¬ dern Ende mit gespannter Aufmerksamkeit einer doppelten und dabei noch verschiedenen Gasentwickelung entgegenzusehen, an Einfachheit und Bequemlichkeit des Gebrauchs verliert. Oerstedt’s Entdeckung vom Jahre 1819, dass ein galvanischer Strom, neben einer beweglichen Magnetnadel vorbeigeführt, auf dieselbe wirkt und sie aus ihrer Gleichgewichtslage ablenkt, gab ein neues Mittel an die Hand, Zeichen durch galvanische Ströme in bedeutender Entfer¬ nung hervorzurufen ; Fechner machte daher in seinem Lehrbuche des Galvanismus (Voss, 1829) S. 269 darauf aufmerksam, dass sich die elektro - magnetischen Wirkungen der galvanischen Strömung weit vortheil- liafter zur Zeichengebung eignen würden, als Sömmering’s Wasserzer¬ setzung, und führt als Beispiel an, dass man die Drähte von 24 Multi- plicatoren, die in Leipzig aufgestellt wären, bis Dresden führen und dort mit einer Säule abwechselnd verbinden könnte, um Nachrichten von dort nach Leipzig zu bringen ; ja er wagt schon vorauszusagen, dass viel¬ leicht später einmal eine solche Verbindung zwischen dem Centralpunkte einer Regierung und den verschiedenen Unterbehörden eingerichtet wer-