Beiträge zur Kenntnis der pflanzlichen Phosphatide. II. Mitteilung. Von E. Winterstein und O. Hiestand. (Aus ihm agriktiUur-chemist'hcn Laboratorium <l**s Polytorhuikums in Zürich vl»er Kc.tuktion zujregangcn am.21. D<‘zombor JW07.) In Hand XL VII dieser Zeitschrift1 ) haben wir eine kurze vor läufige Mitteilung gemacht, welche den Titel führt: Zur Kcimi- nis der pflanzlichen Lecithine. In dieser Abhandlung ward, schon angeführt, daß unsere Arbeit sich ansehliebt an die Unter¬ suchungen E. Schulze und E. Winterstein.2) Wir hatten gefunden, dab dit? aus Pflanzensamen nach den üblichen Me¬ thoden dargestcllten Lecithinpräparate in der Regel Kohlen¬ hydrat komplexe teils in geringer, teils in gröberer Menge rin¬ se* ssen. Mit Riicksichl auf diesen Befund schien es uns wünschens¬ wert, lür die äther- und alkohollösüchen, phosphorha'ligeii Pllanzenboslandleile (‘inen allgemeinen Ausdruck zu gebrauchen, wir wählten die Bezeichnung Phosphatide,-) welche Thudielmm für die äther- und ulkohoHüslichen, phösphorhaltigen Verbin¬ dungen des (icliirns gebraucht hat. I nsère Mitteilung bezieht sich hauptsächlich aul die ans Cerealien dargestelllen und eingehender untersuchten Phospha¬ tide, doch sind auch die hei Untersuchung der aus anderen Samen und anderen pflanzlichen Objèkten erhaltenen ' Versuchsoiwh- niss(* mit aufgeföhrt Mil Rücksicht auf die bei Untersuchung der aus dm Samen darstellbaren Phosphatide erhaltenen Ergebnisse erschien es uns angezeigt, solche phosphorhaltige Verbindungen au< h ') S. Î1MÎ. *) Diese Zeitschrift, Bd. XL, 8. 101. ') Diese Bezeichnung wird auch von 0. Hammarsten (Ergebnisse der Physiologie. 1905), von A. E Hands en (Diese Zeitschrift, Bd. LI, 8 TL M. Stern und H. Thierfelder (Diese Zeitschrift, Bd. LUI. S. 370V <re* braucht.