Eignungsprüfung’ für Telefonistinnen. 171 Massenversuch ausgeführt werden, beansprucht also wenig Hilfskräfte • • und wenig Zeit. Ferner kann sie zwanglos als Übung in den Anfangs¬ unterricht eines Fachkurses eingeführt werden, falls dies wegen Prüfungsangst nötig sein sollte. Die Zuverlässigkeit dieser Probe wurde dadurch untersucht, daß die Prüfungsleistung mit der späteren Endleistung im Fachkurse ver¬ glichen wurde. Diese Endleistung war ganz verwandt der Prüfungs¬ aufgabe, konnte also zu ihr in Beziehung gesetzt werden, und sie ließ sich zahlenmäßig erfassen. Die Vergleichung ergab eine für den An¬ fang befriedigende Übereinstimmung, nämlich ungefähr 20 °/0 mittlere Bangverschiebung. Vielleicht wäre die Übereinstimmung um einige % besser gewesen, wenn die Probeaufgabe nicht einmal, sondern mehr¬ mals angestellt hätte werden können. Die einzelne Leistung zeigt nämlich wie bei den meisten Prüfungen Schwankungen, die eine Korrelation trüben können. Das aus der Prüfung sich ergebende Urteil erwies sich als ebenso zuverlässig, wie das in der Mitte des Kurses durch gewisse Schulübungen gewonnene Urteil. Die sukjektive Beurteilung der Prüflinge durch erfahrene Lehrpersonen am Anfang des Kurses versagte dagegen vollständig. Die Tabloprobe wurde nach verschiedenen Richtungen näher untersucht. Es wurden eine Reihe von Varianten ausgeführt: Großes und kleines Feld; mit und ohne Bezeichnung der Felder; mit Zwischen¬ schaltung von Additionsaufgaben oder mit Hinzufügung von Neben¬ aufgaben (Schläge zählen); die zu untersuchenden Nummern werden aufgeschrieben vorgelegt oder sie werden drängend vorgesagt, und dgl. mehr. Alle Varianten wurden zunächst auf Schwankungen hin unter¬ sucht: Stark schwankende Aufgaben sind für kurze Eignungsprüfungen ungeeignet. Es ergaben sich eine Reihe praktisch und theoretisch wertvoller Resultate. Ferner wurden die Proben an verschiedenen Tagen angestellt, • • um zu erfahren, ob die Rangordnung bei fortgesetzter Übung erhalten bleibt. Das war im allgemeinen der Fall. Endlich wurde festgestellt, welche Korrelationen, welche Zu¬ sammenhänge zwischen den einzelnen Varianten bestehen. Es ergab sich, daß Ablesen und drängendes Ansagen nicht gleichwertig sind. Daher ist die letztere Variante, die der Praxis näher steht, vorzu- • • ziehen. Auch sonst ergaben sich neben guten Übereinstimmungen einige Abweichungen. Es bedarf noch weiterer Versuche zur Be¬ stätigung und Klärung dieser Ergebnisse.