322 termund ein, feine Scheitelbeine fchieben fich über¬ einander , die Haut fchwellt vom Drucke über den- feiben an, und es fliefsc etwas Blut mit Schleim un¬ termengt aus der Scham heraus. Darauf folgen hef¬ tige und erfchütternde Wehen , wodurch der ganze Kopf diirch den Muttermund in die Mutterfcheide be¬ fördert wird. Nün befindet fich der Kopf in der Beckenhöhle j fein Gefleht ill gegen das Kreuzbein, das Hinterhaupt gegen die Schambeine, und der Schei¬ tel gegen den Damm oder das Mittelfleifch gerich. tet. Es folgen nun die aüeHliühften Wehen, wo¬ durch der Kopf nach der Krümmung des Steifsbeines über dem fehr gefpannten Damm unter den Scham¬ beinen heraus befördert wird. Dem Kopfe folget der übrige Körper leicht nach , und diefem oft auch die bereits abgelöfte Nachgeburt, oder fie wird durch eine nachfolgende Wehe abgetrieben. §• 9.19. Indem als der abgelöfte Mutterkuchen mit den Häuten unter dem Nahmen der Nachgeburt abgeht, ergiefst fich ein häufiges Blut aus den Muttervenen- üffnungen, welche über dem Mutterkuchen waren (§•901.), und aus den abgerifienen Arterien (§.893.)» welche fich von der Gebahrmutter in den Mutterku¬ chen verlängert hatten. Diel'es Bluten vermindert fich nach und nach , nachdem fich die Gebährmutter allmählich zufammenzieht, welches Zufammenziehen von den fogenannten Nachwehen begleitet wird. Nach drey oder vier Tagen ill es meiftens nur eine dem f