Um die Influenzmaschine weitesten Kreisen zugänglich zu machen, werden solche mit einem Scheibendurchmesser von 18, 21 und 26 cm in einfachster Ausführung hergestellt (Fig. 18 und 19). Die zu den Nebenapparaten führen¬ den Ketten hängt man an die Haken des Hartgummiquerstücks, wie aus Fig. 18 zu ersehen ist. Da bei diesen Maschinen ein Ausschalten der Leydener Flaschen nicht möglich ist, müssen sie erforderlichenfalls herausgenommen werden. Fig. 18 Fig. 19. Eine wesentliche Verbesserung der Influenzmaschine verdanken wir Alfred Wehrsen. Die von ihm konstruierte und durch die Fig. 20 dargestellte Maschine ist eine Vereinigung der alten Konstruktion mit der neuen. Auf letztere Rücksicht zu nehmen, hielten wir bei Abfassung dieses Büchleins für überflüssig, müssen aber jetzt soviel als notwendig auf dieselbe zurückkommen, da sonst ein Verständnis der neuesten Konstruktion nicht zu ermitteln ist. Die Töplersche, resp. Holtzsche Maschine hatte ursprünglich zwei Glas¬ scheiben, eine größere hintere — an der Kurbelseite —, welche feststand, und eine kleinere drehbare. Aus der festen Scheibe waren diametral gegenüber zwei etwa elliptische Stücke herausgeschnitten. Ober, resp. unter diesen Aus¬ schnitten befand sich auf der Rückseite der Scheibe, also da, wo die Kurbel ist, je eine Papierbelegung mit einem zugespitzten „Lappen", dessen Spitze in den Ausschnitt hineinragte. Um die Maschine in Gang zu setzen, hielt man an diese Papierbelege irgend einen durch Reiben elektrisch gemachten Körper, in der Regel eine Hartgummischeibe, und drehte dabei die bewegliche Scheibe. Später durch¬ brach man die feste Scheibe nicht, behielt aber die Papierbelege in ihrer ur¬ sprünglichen Form bei, und durch Metallbürsten, die diese Belege berührten, erhielt man sich selbst erregende Maschinen. — 20 —