34 befestigt ist und durch eine Kurbel gedreht werden kann. Das Reibzeug besteht aus zwei Lederkissen, die mit Amalgam (Kienmeyersches Amalgam besteht aus 1 Teil Zink, 1 Teil Zinn und 2 Teilen Quecksilber) überzogen sind und durch eine Schraube gegen die Glasscheiben gedrückt werden können. Der Konduktor ist eine Messingkugel, welche auf einer Glas- oder Hartgummi¬ säule ruht. Am Konduktor sind zwei Holzringe oder Gabelenden befestigt, die die Glasscheibe umfassen und nach dieser hin mit kleinen Spitzen (fälschlich Saugkämme ge¬ nannt) zum Ausströmen der Elek¬ trizität versehen sind. Auch sind am Reibzeuge noch zwei Stückchen Wachstaffet befestigt, welche beim Ge¬ brauch der Maschine an die Scheibe gelegt werden müssen. Die Versuche mit der Elektrisier¬ maschine gelingen am besten im Winter bei trockener Luft in der warmen Stube. Vor dem Gebrauche muß alles sauber mit einem Leinwand¬ läppchen oder Watte gereinigt werden. Die ganze Maschine muß mindestens so warm sein, wie die sie umgebende Fig-. 49a. Reibungs-Elektrisier- Luft, und ganz besonders muß der Glasfuß des Konduktors und die Glasscheibe trocken gerieben werden. Man hüte sich ja, die noch feuchte Scheibe zu drehen, weil dann das Reibzeug auch feucht wird. Wird nun die Glasscheibe gedreht (das Reibzeug darf weder zu locker noch zu fest andrücken), so entsteht durch die Reibung Elektrizität und zwar wird das Reibzeug negativ-, die Scheibe dagegen positiv elektrisch. Die negative Elektrizität wird durch eine angehängte Metallkette zur Erde abgeleitet, die positive Elek¬ trizität der Scheibe dagegen elektrisiert den Konduktor durch Influenz, sie versorgt ihn mit gleichnamiger, also positiver Elek¬ trizität, welche auf diesem verbleibt und ihn läd, während die