362 Kap. XV. Die psychischen Verhältnisse i. umfassenderen Zusammenhängen. Beschränkung in dieser Vielheit wird also bei aller Wohlgegliedert- keit dennoch erfordert sein, nmso mehr, je grösser die Verschieden¬ heit ist. Aber freilich, eine Einschränkung der letzteren ist mit der Enge der Zusammenhänge höheren und niederen Ranges be¬ reits gegeben. Auch die Aehnlichkeit gehört ja unter das, was die Zusammenhänge herstellt. Einübung macht einzelne Eindrücke und beliebige Arten von Zusammenhängen leichterer und leichterer Wirkung fähig. Daraus ergibt sich ein Mittel, grössere und grössere Ganze zur vollen Wir¬ kung zu bringen, ich meine die successive und wiederholte Be¬ trachtung im Einzelnen, das Studium des Kunstwerkes. Je sicherer und glcichmässiger wir das Einzelne und seine Zusammenhänge beherrschen, umso leichter wird bei der Betrachtung des Ganzen diejenige Ausgleichung und Verteilung der seelischen Kraft auf die einzelnen Teile erfolgen, die ihrem Werte fllr’s Ganze gemäss ist. Oft genug schon in diesem Abschnitt waren wir genötigt, die Wirksamkeit der seelischen Beziehungen auf den Verlauf der Vorstellungen mit herbeizuziehen. Im Folgenden werden wir es speziell mit ihnen zu tun hahen. Vierter Abschnitt. Der Vorstellungsverlauf und die Vorstellungsbeziehungen. Sechzehntes Kapitel. Die Leistungen der Beziehungen überhaupt. 9 Unter Beziehungen verstehen wir, wie man sich erinnert, zu- * nächst die Arten der Vorstellungen, bei ihrem Zusammentreffen in der Seele sich zueinander zu verhalten. Wir verstehen dann darunter die von jenen Arten des gegenseitigen Verhaltens nach- bleibenden dauernden Vorstellungszusammenhänge, die beim Neu¬ entstehen der Vorstellungen sich wirksam erweisen. Letztere hätten wir genauer als Beziehungsdispositionen zu bezeichnen, In¬ dem wir die Dispositionen im Ausdruck zur Seite lassen, bedienen