36 dieses fixiert und jenes unbeachtet lässt, genau als wenn zu dem Auge noch ein vollkommenes Gehirn mit vollständigen Denkfuijktionen gehörte. Es liegt darin ausgedrückt, dass das Bewusstsein, welches die YorstellungsVeränderungen wahr¬ nimmt, gleichzeitig selbst wieder bewusste Vorstellungen hinter sich hat, welche das Bewusstsein veranlassen, sich dem oder jenem zuzuwenden. Diejenige Auffassung der einschlägigen Thatsachen, welche sich mit unserer psychophysischen Theorie vereinbaren liesse, würde dagegen das Bild folgendermassen ausgestalten. Das Bewusstsein gleicht einem Auge, das so eingerichtet ist, dass alles, was auf einer bestimmten Fläche sich darbietet, auf der Netzhaut Eindrücke anregt. Das Auge selbst ist absolut starr und unbeweglich,~es kann nichts fixiren und nichts accom- modieren, -es kann sich nicht schliessen und keine Brille auf¬ setzen, es kann lediglich abwarten, bis etwas in sein Blick¬ feld eindringt. Alle die Veränderungen aber auf der Netzhaut, welche dazu führten, dem Auge so mannig¬ fache Thätigkeiten zuzumuten, sie beruhen auf Ver¬ änderungen in den Objekten des Blickfeldes. Nicht das Auge schliesst sich* sondern die Objekte verschwinden; nicht das Auge accommodiert verschieden, sondern die Merkmale der Ob¬ jekte treten bald schärfer, bald weniger ausgeprägt hervor; das Auge gleitet nicht von diesem zu jenem, sondern bald ist dieses, bald jenes im Mittelpunkt des Blickfeldes, bald sind viele Dinge, bald nur eines in demselben; nicht auf der vom Gehirn geleiteten Auswahl des Auges beruht es, wenn es jetzt «•erade diesen Punkt fixiert, sondern auf Verhältnissen der Gegenstände muss es beruhen, dass jetzt gerade dieses allein sich im Gesichtskreis befindet, und so geht es fort ohne Ende. So klar es mir nun war, dass eine Umdeutung der That¬ sachen in diesem Sinn der einzige Weg sein kann, um sie mit der aus so vielen anderen Gründen mir am besten schei¬ nenden psychophysischen Theorien vereinbar zu machen, so klar sah ich auch, dass mit bloss theoretischen Betrachtungen