140 Anhang. Zur Blindenschrift. der, da der einzelne Notenkopf von seiner charakteristischen Lage in der Zeile durch das Umkehren nichts einbüsst. Die Herstellung des geeigneten Papieres kann in diesem wie im anderen Falle von unserer industriell vorgeschrittenen Zeit wohl ge¬ fordert und sicherlich auch erwartet werden. Sollte dann auch die phonetische Notenschrift nicht sobald Anerkennung und Verwen¬ dung in der Gelehrtenwelt finden, so schliesst diess eine Ausbeu¬ tung derselben zum Nutzen der zahlreichen körperlich Blinden um so weniger aus, als jeder Sehende diese Schrift rasch und ohne Mühe erlernen kann, der Blinde somit durch keine unübersteig- liche, nicht einmal durch eine hohe Schranke vom allgemeinen schriftlichen Verkehre getrennt ist. Ohne dem Urtheile erfahrener Sachverständigen im mindesten vorgreifen zü wollen, konnte ich doch nicht umhin, auf eine der¬ artige Benützung des natürlichen Lautsystems und seiner phoneti¬ schen Schrift aufmerksam zu machen. Vielleicht, dass diese Vor¬ schläge Berücksichtigung finden, bevor man in der Einführung der 3/bon’schen Blindenschrift weiter gegangen ist, denn trotz Asmis’ warmer Befürwortung sprechen tausend Gründe gegen den gekün¬ stelten englischen Umweg, da doch schliesslich auch hier ein ratio¬ nelles System Platz greifen muss. Druck von Breilkopf und HUrtel in Leipzig.