Zur Theorie des Sukzessivvergleiehs und der Zeitfehler. 1 7ö Herrn I)r. von Allesrh und Frau I)r. Frank danke ich herzlich für viel Hilfe und Rat bei dieser Untersuchung. Unlängst ist eine Untersuchung von Fodor und Happineh erschienen1), die das Problemder Sehwellenasymnietrie auf dem ( îeliiet des( •cschmacks- sinnes behandelt. Kochsalzlösungen verschiedener Konzentration wur¬ den gekostet und die Untersehiedsschwelle in auf- und absteigender Rich¬ tung bestimmt. Dabei war die Pause zwischen beiden Reizen Io Sekun¬ den und wurde zu sorgfältiger Tilgung von Lösungsspuren benutzt. Hit die Schwelle „nach oben" ergaben sich viel kleinere Werte als für die Schwelle „nach unten": der Grad der Asymmetrie erwies sich von der absoluten Konzentration abhängig. Die \ erfasset- gingen danach zu Prüfungen bei den Zwischenzeiten 10. lö. 20 und 40 Sekunden über. Da wachsende Zwischenzeit deutlich in Richtung zunehmenden nega¬ tiven Zeitfehlers wirkte, bis schließlich auch größere objektiv fallende Schritte als steigend erschienen, so nehmen die Autoren an. daß ..die durch den zweiten Reiz gesetzte Empfindungsgröße nicht mehr mit der dem ersten entsprechenden verglichen werde, sondern mit dem ab- klingenden Erinnerungsbild". — Die Ergebnisse der Untersuchung stimmen im wesentlichen vollkommen zu den oben mitgeteilten \ er¬ suchen und Überlegungen. Ich hoffe gezeigt zu haben, wie die m der vorliegenden Form nicht haltbare Annahme 'om \ ergh i< h mit < in< m abklingenden Erinnerungsbild durch Einführung einfacher physiolo¬ gischer Vorstellungen ersetzt werden kann ') Pflügers Arch. f. <1. gcs. Physiol. IM, 337ff. 1322. (Eingegangen um 11- A/iril 1923-1