86 v. M a 11 z e w , Das Erkennen VIII. (Aus dem psychologischen Institut der Universität Berlin.) Das Erkennen sukzessiv gegebener musikalischer Intervalle in den äußeren Tonregionen. Von CATHARINA VON MALTZEW. Inhaltsverzeichnis. 1. Einleitung....................... 80 2. Versuchsanordnung...................86—89 3. Besprechung der Haupttatsachen.............SO—94 4. Zusammenfassung der Zahlenresultate...........94—95 5. Diskussion der Versuchsergebnisse ............95—115 a) Frühere Theorien hinsichtlich der Beurteilung sukzessiv gegebener Intervalle. b) Versuch einer anderen Erklärung. c) Gedächtnishypothese. d) Nachsingen von Intervallen durch ungeschulte Versuchs¬ personen. e) Nachsingen von Einzeltönen der 4 und 5 gestr. Oktaven („Normales Falschhören“) 6. Hauptergebnisse..................... 115 Die Versuche, über die im folgenden berichtet wird, sind auf Anregung von Herrn Geheimrat Stumpf ausgeführt worden. Ihre ausführliche Beschreibung, sowie die theoretischen Erörterungen sind in der Ztschr. f. Psych., Bd. 64, und in Stumpfs Beiträgen zur Akustik und Musikwissenschaft, H. VII, bereits erschienen. Der vorliegende Auszug enthält in den Hauptzügen die Resul¬ tate der V ersuche und ihre Besprechung. Individuelle Unterschiede, Selbstbeobachtungen und Versuche in tiefen Regionen konnten hier jedoch nicht volle Berücksichtigung finden. Versuchsanordnung. Die Versuche in den höheren Regionen der Tonreihe (3, 4 und 5 gestr. Oktave) machte ich an einem Satz von Lippenpfeifen aus Zinkblech. Die Luft wurde den Pfeifen durch einen Blasebalg zugeführt, dessen Druck große Konstanz zeigte. Das ließ sich dadurch