vornehmer und diskreter Begleiter. Herr Dehn spielte auch mit Herrn Poenitz das Weber’sche Adagio und Rondo für Klavier und Harmonium. Die Staatsbürgerzeitung Nr. 171A vom 13. 4. 1893 schreibt: Im Laufe des Abends gewannen aber die Gesangsvorträge.des Herrn Gantzberg an Sicherheit und Wirkung, so dass uns die Arie von Überlee und das Lied: „Komm, wir wandeln“ von Cornelius im ganzen wohl zu befriedigen ver¬ mochten. Besonders interessant war das Konzert durch die Mitwirkung eines Schiedmayer’schen Harmoniums aus dem Magazin von Carl Simon, Mark¬ grafenstrasse 21. Wir hörten eine Originalkomposition für Harmonium und Klavier von C. M. von Weber „Adagio und Bondo“, die sich trefflich für das wohlklingende Instrument eignete und sehr geschmackvoll von Hrn. Fr. Poenitz vorgetragen wurde. Herr Bruno Dehn vertrat den Klavierpart und begleitete ferner die verschiedenen Soli, unter welchen neben denen des oben genannten Sängers auch die Violinvorträge von Felix Meyer und die von der Konzert¬ sängerin Helene Jahncke gesungenen Lieder sich rühmlichst auszeichneten. Der Berliner Lokalanzeiger Nr. 171 vom 13. 4. 1893 schreibt: Der Konzertgeber erfreute sich einer umfangreichen Mitwirkung in seinem Konzert. Neben ihm sang auch noch Fräulein Helene Jahncke mehrere Lieder, Herr Kammervirtuos Felix Meyer liess sich mit einem Konzertallegro von Bazzini hören, und beiden wurde natürlich lebhaftester Beifall gespendet. Ausserdem aber nahmen einen grossen Teil des Programms Kompositionen von Franz Poenitz ein, in denen vornehmlich das Harmonium zur Anwendung kommt. Wir hörten davon ein Trio mit Violine und Violoncell, trotz des ziemlich bedeutenden Umfanges nur Sinfonietta betitelt, ein Werk, welches nicht nur durch die Erfindung und Verarbeitung seiner thematischen Grundgedanken, sondern auch durch die klangvolle Behandlung der drei Instrumente einen vortrefflichen Eindruck machte. Jedenfalls etwas Eigenartiges, dem in der Folge auch wohl weitere Pflege zugewendet werden dürfte. Neben dem Komponisten beteiligten sich die Herren Nieselt (Violine) und Jul. Sandow (Cello) an der Ausführung dieser Sinfonietta, welche von den zahlreich versammelten Zu¬ hörern mit freundlicher Anerkennung aufgenommen wurde. Tägliche Rundschau Nr. 87 vom 14. 4. 1893. Sehr anziehend war eine Sinfonietta von Franz Poenitz für Harmonium, Violine und Violoncell, welche der Komponist mit den Herren Jul. Nieselt und Sandow sehr flüssig spielte. Das selten gehörte Harmonium, von Herrn Poenitz meisterhaft behandelt, machte besonders da, wo es das Legato (der Vorzug, den es vor dem Klavier hat) zur Geltung bringen konnte, einen schönen Eindruck. Fräulein Helene Jahncke und Herr Felix Meyer unterstützten durch Lieder- und Violinvorträge das gut besuchte Konzert. Ferd. Gumbert. Der Musical Courier Nr. 688 (New York) bringt am 10. 5. 1893 einen lobenden Bericht über das Konzert. Er bezeichnet die Harmoniumwerke als wunderbar ausgeführt. Der Komponist August Reinhard schreibt nach Einsicht der Poenitz’schen Sinfonietta: Es ist eine gute, schöne Komposition. Auszug des Programms, soweit das Harmonium am 11. April 1893 dabei zur Mitwirkung kam. Sinfonietta in A-moll, f. Harm., Viol. u. Vieil, v. Poenitz. Op. 32. (Pr. M. 9.) Drei Gedichte von Günther Walling, für Tenor mit Harmonium kom¬ poniert von Franz Poenitz. Op. 25. 1. Des Sängers Grab. 2. Wenn vorbei ich gehe. 3. Lenznacht. (Preis M. 1,80.) Traum im Walde. Melodie in E-dur, für Violine mit Harmonium von Franz Poenitz. Op. 31. (Preis M. 1,20.) Adagio und Rondo in F-dur, für Harmonium und Klavier, komponiert von C. M. v. Weber, (M. 2). Origin.-Partitur mit Orchester, (netto M. 3). C. S. Ster.-Pl. Nr. 192 b. (1894.)