13 erzeugen, und andererseits wirken die beiden Holzenden als Dämpfer und zwar vollkommen. In Betreff der Bäckchen ist zu erwähnen, dass nach längerer gründlicher Erfahrung die effective Länge derselben mit 26 Millimeter am besten gewählt ist Noch kürzere Bäckchen sind nicht rathsam, da man dadurch mehr schadet als nützt Alle sechs Reihen nehmen hintereinander eine Länge ein, welche auf die Horizontale projiciert, die durchschnittliche Länge des Elfenbeinbeleges der alten Tastatur nur um 1*5 Centimeter übertrifft. — Beim Orgelbau konnte man mehrere Jankö-Manuale übereinander mit Zwischenräumen derartig anordnen, dass das jeweilig untere Manuale nur um drei Reihen gegen das obere vorspringt, so dass man beim Spielen mit der Hand in den Zwischenraum hineingreift, denn da man die vorderen Reihen sieht, ist die Orientierung eine genügende. Die ansteigende Ebene der Treppenform der Janko-Claviatur selbst, kann beim Orgelbau unter diesen Umständen möglichst flach gelegt werden. Die aus Celluloid massiv gefertigten Bäckchen sind zwar die schönsten, aber unbedingt zu schwer, jedenfalls müssen sie von hinten ausgeholt werden, wozu jedoch nur die verbesserten amerikanischen geeignet sind, welche sehr theuer zu stehen kommen Wegen ihrer Schwere darf man sie nicht hoch genug machen und muss deshalb die Claviatur mit vorderen Schutzplatten bauen. Die fournierten weissen Bäckchen, welche man jetzt in vorzüglicher Form und hoch genug ohne Schwierigkeit herstellen kann, sind auch schön und federleicht. Die schwarzweissen Bäckchen konnte man jedoch bisher nur aus massivem Ebenholzstab und massivem Celluloid zusammen¬ gesetzt herstellen ; der Nutzen der Leichtigkeit der weissen wurde dadurch illusorisch. — Durch Aufleimen eines Plättchens schwazer Ebenholzfournier auf ein dazu vorgerichtetes fourniertes weisses Bäck¬ chen, gelang es nach meiner Angabe, völlig gut geeignete, ebenso leichte schwarzweisse Bäckchen herzustellen, bei denen der schwarze Streifen mit sorgfältig schräg abgeschliffenen Kanten, sich nur circa o’5 Millimeter erhaben über der weissen Celluloidfournier befindet, was sich vollkommen gut spielt und gar nicht geniert, weil man von allen Seiten mit dem Finger gleitend darüber hinwegfahren kann. Der Glissani wegen ist es gut, wenn die Ebenholzfournier vorher poliert wird. Beim Spielen von Noten helfen solche Bäckchen ein kleinwenig der Orientierung nach, ihr Aussehen ist ein gefälliges und für den Clavierfabrikanten ist besser damit zu arbeiten, weil sie aufgeleimt fester auf den schmalen Hölzern haften, billiger zu stehen kommen und die Schutzplatteln wegfallen. Bei neugebauten Janko-Clavieren ist die Form der Fronte der¬ selben eine durchaus gefällige und zweckmässige Dem Herrn Clavierfabrikanten Rudolf H Stel^hammer in Wien, VI., Mariahilf er Strasse gr, welcher auf das Bereitwilligste auf meine Angaben eingieng und dieselben mit Geschick vorzüglich ausführte, gebürt es, dass ich ihm bei dieser Gelegenheit meinen wärmsten Dank dafür erstatte.