Motto: »Thue recht und scheue niemand.« Das Jankö-Clavier in seiner vollkommenen Ausführung.*) Die Frage, ob die Janko - Claviatur existenzberechtigt sei oder nicht, wurde vor Jahren schon von Einsichtsvollen als eine rein technische aufgefasst. In jenen Kreisen, wo man von der Vortrefflichkeit der Janko-Claviatur an und für sich, abgesehen von der technischen Ausführung derselben, längst überzeugt ist, wird die ganze Sache in der Regel mit wenigen Worten als abgethan betrachtet, indem man sagt: »Es schwächt bei den Instrumenten beträchtlich die Tonstärke, der Anschlag ist wrenig modulierbar, es reibt sich stark in den Führungen und ist binnen kurzer Zeit reparaturbedürftig, es hat daher gar keine Aussicht durchzudringen.« — Diese Ansicht beruhte seinerzeit auf Wahrheit, da beiden damaligen Holzconstruc- tionen die grossen Mängel thatsächlich vorhanden waren, da es ganz unmöglich ist, die Sache in Holz allein vollkommen auszuführen, da dieses dafür zu voluminös und zu schwach ist, der Hebel in den Führungen schief geht und sich reibt, die schmalen langen Hebel sich leicht werfen etc. Diese Uebelstände erkannte ich schon vor fünf Jahren, und dies war der Sporn, welcher mich antrieb, dieses Problem in anderer Weise bis zu seiner möglichsten Vollkommenheit zu lösen. Doppelhebel-Modell mit Wiener Mechanik, mit Holzlager, für Flügel. Ton Nr. 19. *) Dieser Broschüre ist der Prospectus »Der zusammengesetzte Clavierhebel« vom April 1890 nur aus dem Grunde beigelegt, um zu zeigen, wie sich diese Sache allmälig aus diesen ersten Anfängen heraus entwickelt hat, und dass man es hier nicht mit einer ganz neuen Erfindung zu thun hat, sondern bereits genügende Er¬ fahrungen darüber gewonnen sind und wird ausserdem auf das Schlusswort des Prospectus hingewiesen. 1