25S grösstenteils konstant geworden sind (so weit dies beurteilt werden kann), während nach einer Kreuzung die konstanten Spaltungsprodukte allmählich, so zu sagen vor unseren Augen, gebildet werden.*) Nach der Mendelschen Entdeckung der Elementar¬ eigenschaften hat man aber ein ganz anderes Yerständniss für die grosse Vielförmigkeit alter Rassen gewonnen, da die zahllosen Kleinformen nur als verschiedene Kombina¬ tionen einer relativ geringen Zahl einmal entstandener Ele¬ mentareigenschaften betrachtet werden können. Auch lassen sich die vielen erblichen Abstufungen allerlei qvantitativer Eigenschaften, welche verschiedene Kleinformen kennzeich¬ nen und dieselben oft: in eine ganz kontinuierliche Reihe stellen, z. B. die zahlreichen erblichen Abstufungen an Korn¬ grösse, Halmlänge, Ähren- und Rispentypus, Frühreife, Winterfestigkeit, Resistenz gegen Gelbrost u. s. w„ einfach als nur verschiedene Kombinationen einer relativ geringen Anzahl von Einheiten erklären, welche durch ihr verschie¬ denes Zusammentreten vielfach mehrere Abstufungen als die Einheiten selbst bewirken.3) Eine wichtige Voraussetzung dieser ganzen Betrach¬ tungsweise ist jedoch, dass die s. g. »Merkmalspaare» vom Vorhandensein und Fehlen der Elementareigenschaft gebil¬ det werden. Entweder besitzt die betreffende Form eine Elementareigenschaft oder nicht. Die Formendifferenzen werden nach dieser Auffassung also einfach davon bedingt, ob mehrere oder wenigere Einheiten bei der Form vor¬ handen sind. Jede Einheit bildet mit dem entsprechenden Fehlen derselben ein Merkmalspaar. Auf die Weise kann man sagen, dass, wenn bei einer alten Rasse z B. 10 Ein- ') Om nordskandinaviska och andra tidiga hafresorter och försök tili deras förbättrande genom individualförädling och kors- ning. Sver. Utsädesfören. Tidskr. 1907, p. 209. Ref. in Journ f. Landwirtsch. 1908, pag. 306. 2) Om nordskandinaviska hafresorter etc. 1. c. — Nägot om nuvarande prineiper vid hösthveteförädlingen pä Svalöf. Sver. Ut¬ sädesfören. Tidskr. 1908, p. 165.