Die Lecithane und ihre Bedeutung fur die lebende Zelle. Von ’ Waldemar Koeli. vF rom Üif Hnll Physiological Laboratory of Un* t'iiivcrsity of Chicago, i 'Ufr K<‘ilaction /«gegangen am 7. November nio2 Dio stetig wachsende Zahl dor dein Lecithin ähnlichen Sul »stanzen lässt os wünschenswert!) erscheinen, einen(inip|>eri- namcn tüi* diese interessante Körperkla.ss«; yur allgemeinen Verwendung zu bringen. ThudicliuniM bat nun für die von ihm aus (iehirnsubstanz dargestellten Körper, wie Lecithin. Kephalin, Myelin u. s. w. bereits den Namen Phosphatide» Vorschlägen. Mir scheint es vortheilhalter, durch Fmände- riing des mehr gelüuligoren Wortes Lecithin in Lccithan einen (truppenhamen zu schallen, unter welchem allediese Körper zusaminengebraeht werden können. I nter l/écithan» verst(‘hen wir also eine wachsartig«; hygroskopische Snhstanz, zu deren Aufbau Orlhophosphorsäure, die höheren gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, stickstoll'haMige - Gruppen. und (dvceriii beitragen.. Nach Thudielmm sind in j«*flem L«*ci- tlian zwei verschiedene Fettsäuren vorhanden: nämlich erstens ein(‘ Stearin-, Palmitin- oder Margarinsäure, welcher der Körper jedoch keine charakteristischen Eigenschaften verdankt, zweitens eine ungesättigte Fettsäure — und zwar (leisäure für Lecithin, Kcplialinsäure für Kephalin —, «lie dem Körper, in welchem d* getunden werden, s«>inen besonderen Charakter gehen. Puter einander unterscheiden sich «lie Lecithane «lurch ihre Löslich-- *) 1 hndicliuin. Di«* chemische C.onslitution des Gehirns des Menschen und der Thiere, 1901. S. 102—105. Iloppc-Soylvr's Zeitschrift f. physiol. Chemie. XXXVII IH