2. Oie Magenverdauung im Chlorhunger. Von Dr. Arnold Calm, 1. Assistent«*]!' »tor inodicinischon Klinik in Stiassburg. (bor Jledaktion zngff>an«on am 22. Juli ls.««.) Durch vorstehende Untersuchung ist gezeigt, dass die Degeneration der Magendrüsen, wie sie der Phosphor bewirkt, die Sekretion der Salzsäure und des Pepsins nicht aufhebi. Als (iin andrer Weg eventuell ein Verschwinden oder docli eine wesentliche Verminderung der Salzsäurebildung herbeizuführen, erschien eine Versuchsanordnung, mit der e" gelingt, die Chloride, aus denen ja die Salzsäure entstehen muss, dem Organismus nach Möglichkeit zu entziehen, be¬ kanntlich kann man durch Darreichung einer chlorfreien Nah¬ rung die Chloride aus dem Urin allmählich zum Verschwinden bringen. In den ersten Tagen wird das überschüssig vor¬ handene Chlor ausgeschieden, schliesslich aber wird der Urin chlorfrei, der Organismus hält seinen Bestand an diesem für ihn unentbehrlichen Material hartnäckig fest. Dennoch gelingt es, durch Darreichung einiger Salze, z. B. Salpeter, ihm noch weiteres Chlor zu entziehen. Fügt man dazu noch öftere Magenausspülungen, die man einige Zeit nach der Nahrungs¬ aufnahme vornimmt, so kann eine weitere Chlormenge in *oriu von Salzsäure und Chloriden entzogen werden. Wie verhält sich dabei die Salzsäurebildung? Es lassen sich allerlei Möglichkeiten denken. Entweder dieselbe bh iht erhalten, so lange (‘heu derartige Versuche sich ausdeluren la»en: die Salzsäure wird abgeschieden, zur. Verdauung-bt> mitzt, im Darm absorhirt und aufs Neue secernirt. Bedenkt man, dass die jeweils in einer Verdauungsperiode, ausgeschie- done Salzsäuremenge im Verhältuiss zu dem Chloridvonnth des Organismus nur gering ist, so hat diese Annahme von vornherein viel lür sich. Es wäre aber immerhin möglich* dass man (hm Chlorhunger soweit treiben könnte, dass k.-in«-,