Weiterer Beitrag zur Kenntnis der bei der partiellen Hydrolyse von Proteinen auftretenden Spaltprodukte. Von Kmil Abderhalden. Aus ilrni physiologischen Institut ilcr tierärztlichen Hochschule, llerliiu Der Redaktion ztigegangen um 2". März nun.) % Wir konnten kürzlich mitteilen.1) dali es gelungen ist. aus Seidenabfällen nach partieller Hydrolyse mit 70°/.»iger Schwefelsäure (ilycyl-l-tyrosin und d-Alanyl-glycin ohne .weitere Kingriffe direkt in analysenreinem Zustand zu gewinnen. Dieser Hefund stehl nun nicht einzig da. indem es uns neuerdings wiederholt gelang, bei der Bereitung von Seidenpepton d-A lany 1- giyein abzuscheiden, bildlich wurde auch in der chemischen Fabrik von Hoffmann-La Boche, HaseUîrenzach. Jjei der Darstellung von Seidenpepton als Nebenprodukt fast reines d-Alanyl-glycin in ganz beträchtlichen Mengen beobachtet und uns zur .Untersuchung eingesandt. Dit' Ausbeute an analysen¬ reinem Dipeptid betrug im günstigsten Falle N°;,> der ange¬ wandten Seidenabfälle. Das Verfahren zur Gewinnung des d-Alanyl-glycins ge¬ staltet sich, wie folgt. 100 g Seidenabfälle werden mit der drei¬ fachen Menge auf 0° gekühlter 70°/oiger Schwefelsäure unter stetigem Umrühren iibergossen. Die Auflösung des Seiden- peptons, die sofort einsetzt, ist nach ca. 2 Stunden vollständig Die Lösung bleibt nun \ Tage hei 26° stehen. Nun wird die Lösung unter Kühlung mit Eis auf 10 1 verdünnt und dann mit der berechneten Menge Baryt die Schwefelsäure entfernt. Fs ist wichtig, nur sorgfältig gereinigten Baryt zu verwenden. Nacli- ') Emil Abderhalden. Weiterer Beitrag zur Kenntnis der bei der partiellen Hydrolyse von Proteinen auftrelenden Spaltprodukte. Diese. Zeitschrift. Bd. LXIII. S. -101. 1909.