Untersuchungen über die Gallen einiger Polartiere. III. Mitteilung. Über die Galle des Wallrosses. ‘) Von Olof Ilainmarsteii. Der Redaktion zugegangen am 2. August 1909.) Bezüglich des Aufsammelns und der Vorbehandlung der Galle kann ich auf meine früheren Aufsätze, namentlich auf S. 436 Bd. XXXII dieser Zeitschrift hinweisen. Die von «Gallenschleim* und anderer Fällung durch Filtration ge¬ trennte alkoholische Lösung hatte in den 4 zur Untersuchung erhaltenen Gallenportionen immer eine je nach der Konzen¬ tration gelbe oder gelbbraune Farbe. Bilirubin kam nur in geringer, ein urobilinähnlicher Farbstoff dagegen in größerer Menge vor. In einer Portion konnte ich überhaupt kein Bili¬ rubin odereinen anderen die Gmelinsche Reaktion gebenden Farbstoff nachweisen. Diese Portion enthielt dagegen, wie die anderen, einen Farbstoff, welcher mit ZnCl2 prachtvolle grüne Fluorescenz gab und ein schönes Urobilinspektrum zeigte. Wahrscheinlich war das Bilirubin, wie in anderen Fällen beim Aufbewahren der Galle unter Alkohol, verändert worden. Die Vorprüfung der schleimfreien Galle zeigte, daß sie zu den taurocholsäurereichen Gallen gehörte. Ihre Lösung in Wasser wurde nämlich von verdünnter Säure nicht gefällt. ‘) Diese Untersuchungen habe ich wegen Mangels an Material leider nicht zum erwünschten Abschluß bringen können. Seit mehreren Jahren habe ich nämlich vergebliche Versuche gemacht, mir eine neue, zur Kontrolle einiger Befunde und zum Abschluß der Arbeit nötige Portion Galle zu verschaffen, und wahrscheinlich werde ich nie imstande sein, diese Untersuchungen abzuschließen. Da aber die gewonnenen Resultate in gewissen Hinsichten nicht ohne Interesse sind, habe ich nach vielem Zögern mich dazu entschlossen, dieselben trotz ihrer lückenhaften Be¬ schaffenheit zu veröffentlichen.