Über das Vorkommen eines dem Urorosein nahestehenden Farbstoffes in gewissen pathologischen Harnen. Von Vinzenz Arnold. Mit! einer Abbildung. (Aus der Abteilung für Infektionskrankheiten des allgemeinen Krankenhauses zu Lemberg.) (Der Redaktion zugegangen am 14. Juli 1909.) Es ist mir schon vor längerer Zeit bei Scharlachrekonvales- centen (von der dritten Woche an) das Auftreten einer oft ziem¬ lich reichlichen Uroroseinausscheidung im Harn aufgefallen. Bei einer näheren Untersuchung solcher Harne wurde ich auf das gleichzeitige Auftreten eines anderen roten Farbstoffes aufmerk¬ sam, welcher unter denselben Bedingungen wie das typische Urorosein aus einem farblosen Chromogen entsteht und sich auch in seinem Verhalten Lösungsmitteln gegenüber von dem Urorosein nicht unterscheidet. Der Farbstoff unterscheidet sich von dem Urorosein vor allem durch sein spektroskopisches Verhalten : Statt dem charak¬ teristischen Uroroseinband zwischen D und E bemerkt man ein ziemlich scharf begrenztes Band, welches bei mittlerer Kon¬ zentration der amylalkoholischen Farbstofflösung sich von b bis ein wenig über die Mitte zwischen b und F erstreckt (X 517 bis X 500). Die stärkste Absorption entspricht dem rechten Rand des Bandes. Meist sieht man gleichzeitig auch das Band des Uroroseins, so daß man bei spektroskopischer Untersuchung eines amyl-