Über die Pilzsterine. I. 259 Gefunden : C = 78,73o/o = 78,65o/0 H = 10,82o/o = 10,64o/o Berechnet für (ClrtHlßO»„: = 78,95°/'« = 10,53o/o Die Substanz gab folgende Sterinreaktionen. 1. Bei der Reaktion von Liebermann-Burchard färbte sich die Flüssigkeit erst dunkelgelb, dann blaugrün, schließlich dunkelgrün. 2. Bei der Reaktion von Liebermanri trat erst dunkel¬ gelbe und dann dunkelgrüne Färbung mit einer intensiven Fluorescenz ein. 3. Die Reaktion von Salkowski fiel schwach positiv aus. 4. Wurde eine Lösung der Substanz in Eisessig mit einigen Tropfen konzentrierter Schwefelsäure versetzt und ausgekocht, so färbte sich das Gemisch violettrot mit einer schwachen Fluorescenz und zeigte einen Absorptionsstreifen zwischen E und b. III. Saponinentgiftung. Ich habe folgenden Versuch nach Hausmann1) ausge¬ führt, um festzustellen, ob die Substanz Saponinhämolyse zu hemmen vermag. 5 ccm Saponinlösung (0,1 °/o in physiologischer Kochsalzr lösung) wurden ** ccm Chloroform, in dem die Substanz aus Lykoperdon gelöst war, versetzt. Das Gemisch wurde kräftig geschüttelt, 7—8 Stunden bei 40° C. und dann über Nacht bei 30° C. stehen gelassen, schließlich das Chloroform in einer kleinen Saugflasche verjagt. 1 ccm der so bereiteten Flüssigkeit wurde zu 5 ccm 5°/oiger Kaninchenblutaufschwemmung in physiologischer Koch¬ salzlösung binzugefügt. Hierbei trat nach einer »Stunde eine schwache, nach 4—5 Stunden komplette Hämolyse ein. Zur Kontrolle wurden die Hämolysen versuche mit 0,1 ‘L ■■ iger Saponin-Kochsalz-Lösung angesetzt, einmal mit Zusatz von Cholesterin, einmal ohne Zusatz, und zwar unter ganz den- *) Hofmeisters Beiträge, Bd fi, S. 567.