Über die Pilzsterine. I. Mitteilung. Uber eine sterinähnliche Substanz aus Lykoperdon gemmatum Von Dr. T. Ikeguchi. (Aus der medizinisch-clicmisdien Abteilung d'T mt*d. Akadeinb* zu Osaka ) (Der Kedaktion zugegangen am (i. Juli H|H. • Es ist zuweilen nicht leicht, ein Sterin aus einem Pilz als einen einheitlichen Körper zu isolieren; so sind die bis¬ herigen Angaben über Pilzsterine in bezug auf die Zusammen¬ setzung und die Reaktionen oft sehr unsicher; sogar die Sterine aus Pilzarten, welche in Japan wachsen oder kultiviert werden, sind bisher nicht näher untersucht. Da Prof. Ko take gelegentlich in einem Pilz, Lykoperdon gemmatum, nebst einem Sterin eine merkwürdige Substanz, welche in den Eigenschaften dem Sterin ähnelt, aber keines¬ wegs zu gewöhnlichem Sterin gehört, fand, und ich später er¬ fuhr, daß in einigen anderen in Japan einheimischen Pilzarten ziemlich bedeutende Mengen Sterine enthalten sind, und da es nicht so schwer ist, sie in reinem Zustand zu isolieren, so unternahm ich unter Leitung von Herrn Prof. Ko take, mich mit ihrer Isolierung und chemischen Untersuchung zu be¬ schäftigen. Der sterinähnlichen Substanz aus Lykoperdon kommt eine Zusammensetzung zu, welche derjenigen des Kampfers gleich ist. Erwägt man, daß das Sterin im allgemeinen Terpen¬ charakter besitzt und vielleicht, wie viele Autoren behaupteten, als kompliziertes Terpen aufzufassen ist, so ist dafs natürliche Vorkommen einer Substanz, welche gewissermaßen zwischen dem Oxyterpen und Sterin steht, nicht ohne Bedeutung. Im