Ein kleiner Universalspektralapparat. Von Prof. Dr. K. Barker. Tübingen. Mit zwei Abbildungen im Text und einer Tafel in Lielttdruek. (Der Redaktion zugegangen am 16: September 1001».i Bei einer eingehenden spektroskopischen Untersuchung des Hämoglobins und seiner Derivate’) liât Verfasser den Mangel eines einfachen, jederzeit verwendungsbereiten und dabei nicht zu teuren Vergleichsspektroskops unangenehm empfunden, um so mehr, als es nicht weniger denn sechs Derivate des Hämo¬ globins gibt, welche ungefähr in derselben Region des sicht¬ baren Spektrums zwei leicht zu verwechselnde Absorptions¬ streifen aufweisen wie Oxyhämoglobin, Kohlenoxydhämoglobin, Stickoxydhämoglobin, Kohlenoxydhämoehromogen, Stickoxyd- hämochromogen und Cyanhämochromogen, drei Derivate mit einstreifigem Spektrum wie reduziertes Hämoglobin, Cyanhämo¬ globin und Cyanhämatin und drei Derivate mit vierstreifigem Spektrum wie neutrales Methämoglobin, saures Hämatin in alkoholischer oder ätherischer Lösung und Hämatoporphyrin in alkalischer Lösung. In einigen dieser Fälle ist eine genauere qualitative Be¬ stimmung überhaupt nur mit Hilfe der Spektrographie oder Spektrophotometrie möglich, in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle könnte eine Entscheidung mit Hilfe eines Vergleichs¬ spektroskops herbeigeführt werden. Zwar existiert schon ein diesbezüglicher spezieller, von C. Pulfrich2) auf Veranlassung ‘) Die Resultate dieser Untersuchung sind in dem im Tigerstedt - sehen Handbuche der physiologischen Methodik, Bd. 11, Abt. 1. erscheinenden Beitrage des Verfassers «Gewinnung, qualitative und quantitative Bestim¬ mung des Hämoglobins», berücksichtigt. *) C. Pulfrich, Über ein Vergleichsspektroskop für Laboratoriums- zwecke. Zeitschr. f. Instrumentenkunde, Jahrg. XVIII. S. 381, 1898.