Uber die quantitative Bestimmung der Aminosäuren, Polypeptide und der Hippursäure im Harne durch Formoltitration. Von V. Henriqnes und S. P. L. Sorensen. (Aus dem physiologischen Laboratorium der kgl. tierärztlichen und landwirtschaftlichen Hochschule und aus dem Carlsberg-Laboratorium, Kopenhagen.) (Der Redaktion zugegangen am 2i. September 1909.) ■ ‘ In einem der letzten Hefte dieser Zeitschrift') hat H. Malfatti eine Abhandlung: «Die Formoltitration der Amino¬ säuren im Harne» veröffentlicht und darin auch die von uns für die Aminosäurebestimmung im Harne ausgearbeitete Methode1 2) eingehend besprochen. Malfatti schreibt fl. e. S 503): «Nun erscheint allerdings die von Henriqnes angewandte Methode nicht einwandsfrei ; es geht nicht an, den auf Lackmusneutra- lität gebrachten Harn mit Phenolphthalein weiter zu titrieren, sonst wird die ganze Laugenmenge, welche der lackmusneutrale Harn braucht, um auch ohne Formolzusatz phenolphtalein- neutral zu werden, fälschlich den Ergebnissen der Formolli- tration zugemessen. » Ls erhellt hieraus, daß selbst ein so geschickter und in formoltitrimetrischen Arbeiten geübter Forscher wie Herr Mal¬ fatti nicht mit allen Einzelheiten des Prinzipes der Methode \ertraut ist, und wir haben es daher für wünschenswert gehalten, die prinzipielle Grundlage der Methode etwas ausführlicher klarzulegen, als es in der eben zitierten Abhandlung , von V. Ilenriques geschehen ist. , * ' Die formoltitrimetrische Bestimmung der Stickstolfmenge, die als Ammoniak oder primäre Aminoverbindungen, z. B. die 1) Dies<' Zeitschrift, Bd. LXI. S. 49U ilHOU). 2) Diese Zeitschrift, Bd. LX. S 2 (1UÜ9).