494 Adolf Oswald, cher Weise behandelt wie a. Der abfiltrierte, mit Wasser ge¬ waschene Rückstand enthielt 3,84 °/o J und 10,91 °/o N. Eine zweite Bestimmung ergab 4,03 o/o J und 10,58 °/o N. c) Eine weitere Portion von Jodeiweiß wurde in gleicher W ei.<e 6 Stunden behandelt. Das gewonnene Produkt enthielt ll,46°/o J und 12,93 °/o N. d) Eine letzte Portion ergab bei gleich langem Sieden 9,83 °/o J und 11,86 °/o N. 9,73 °/o » » 12,08 °/o V ln einer zweiten Versuchsreihe, bei welcher ich von einem andern, in gleicher Weise dargestellten Jodeiweißpräparat ausging, mit 11,83 °/o Jod, erhielt ich bei durchweg 6 ständiger Siedezeit für Präparat a) 8,73°/o J und 10,94 °/o N. b) 6,31 o/o » » 11,20°'o „ c) 9,83 °/o » » 12,33 °/o » Wir ersehen hieraus, daß der Jodgehalt außerordentlich stark schwankt, d. h. daß der Gehalt an jodbindenden Kom¬ plexen ein sehr wechselnder ist. Daß der Jodgehalt des Aus¬ gangsmaterials einen erheblichen Einfluß auf die entstehenden Produkte hat, in dem Sinne, daß der unlösliche Körper gerade dem Jodgehalt seine Entstehung verdankt, glauben wir nicht, denn bei der gleichen Behandlung nicht jodierten Eiweißes erhält man analoge Produkte. Ich füge noch an, daß auch das in gleicherweise (aus Jodthyreoglobulin) dargestellte Jodothyrin eine ähnliche schwan¬ kende Zusammensetzung hat und schon aus diesem Grunde nicht beanspruchen kann, ein chemisches Individuum zu sein. Die Ähnlichkeit mit dem künstlich jodierten Eiweiß darf jedoch, wie ich ausdrücklich, um Mißverständnissen vorzubeugen, her¬ vorheben will, nicht als Ähnlichkeit in der übrigen Zusammen¬ setzung, sowie in der physiologischen Wirksamkeit ausgelegt werden. Wir wissen ja, daß letztere grundverschieden ist.