Zum Chemismus der Verdauung und Resorption im tierischen Körper. XXXVIII. Mitteilung. Übor das Verhältnis zwischen der Verdauungszeit, dem Verdauungsumfang und der Resorption. Von E. S. London und W. W. Polowzowa. (Au? «terri pathologischen Laboratorium am K. Institut für exp. Medizin zu St. Petersburg (Der Redaktion /.«gegangen am 20. August !>>(>!>.) Das Verhältnis zwischen der Zeit und dem Umfang der Verdauung in vitro unterliegt bekanntlich einer bestimmten Gesetzmäßigkeit, welche ihren Ausdruck in der Formel Schiitz- Arrhenius gefunden hat. Da die Verdauungsbedingungen in vivo keine stationären, sondern fortwährend wechselnde sind, so ist es klar, daß für die Verdauung in vivo ganz besondere Gesetzmäßigkeiten existieren müssen. Von den Gesetzmäßigkeiten der Resorption wissen wir überhaupt noch gar nichts. Die vorliegende Untersuchung ist mit dem Zwecke unter¬ nommen worden, in dieses noch ganz dunkle Gebiet einiges Licht zu bringen. Die Versuche waren mit dem Resorptionshund «Tscherno- glazaja* angestellt, bei dem sich die eine Fistel am Duodenum hinter der zweiten Papille befindet, die zweite 80cm von der ersten ëntfernt. Als Material für die Verdauung diente Amylodextrin, welches durch den Darmsaft schnell in Zucker verwandelt wird, langsamer zwar als das Erythrodextrin, so daß die Möglichkeit, den Versuch zu verlängern, eine leichtere ist. Für alle Versuche wurde immer fast die gleiche Dextrin- menge, die in 'der gleichen Wassermenge (200 ccm) gelöst, nur wurde in verschiedenen Versuchen die Geschwindigkeit