Über das Verhalten von 3-5-Dijod-l-tyrosin und 3-5-Dijod- r-tyrosin im tierischen Organismus. Vorläufige Mitteilung. «. • Von Adolf Oswald. (,W ,1cm agrikiiltur-ehemisclien Laboratorium des obigen. Polytechnikum* Zürich.) (Der Redaktion zugegangen am «. September ’l'Joy.) In dem unter dem heutigen Datum vom Buchhändler mir zugegangenen Heft 4 5 des LXI. Ban.des dieser Zeitschrift finde ich S. 405 eine Arbeit von Abderhalden und Slavu «über die Ausscheidung des in Form von 3-5-Dijod-l-tyrosinus\v. in den Organismus des Hundes eingeführten Jods ». Da diese Abhandlung ein Thema betrifft, mit dessen Bearbeitung ich gemäß einer Mittei¬ lung in einer Ende vorigen Jahres erschienenen Arbeit1) seit nun¬ mehr einem Jahr beschäftigt bin, und teilweise Resultate enthält, zu denen ich auch gelangt bin, so liegt es mir daran, dieselben sogleich in aller Kürze mitzuteilen, indem içh die nähere Dar¬ legung für eine ausführliche Mitteilung verspüre, zu deren Ab¬ fassung ich sogleich schreiten werde und worin ich auch den Zweck solcher Untersuchungen und die mich leitenden Gesichts¬ punkte auseinandersetzen werde. Ich habe größere Mengen 3-5-Dijod-l-tyrosin und 3-5-Dijod- r-tyrosin Kaninchen verfüttert. Die Tiere erhielten täglich 1—2 g in 2 Portionen per os verabreicht. Leider gingen die Tiere fast regelmäßig nach 10—-12 Tagen ein und verweigerten meist nach 5 oder 6 Tagen jede Nahrung. Es gelang .jedoch, jedesmal 10—12 g Dijodtyrosin einzuführen. Urin und Kot ‘) Ad. Oswald. Neue Beiträge zur Kenntnis der Bindung, des Jods nn Jodthyreoglobulin nebst einigen Bemerkungen über das Judothyrirt. Arch. f. exp. Path. u. Pharm., Bd. LX, S. 115 (1908). Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXII. 27