Über die rut en Harn pigmente. 11. 391 tafofe \&nran,v) a\s icVj Bz. 'dMefoyYmdoV und a- Naphtindol Kaninchen und Hunden verabreichte. Nachdem bewiesen wurde, daß die blauen, sowie die grünen Harnpigmente als Indigo und Indigoderivate zu be¬ trachten sind,2) blieben noch die roten Harnfarbstoffe zu stu¬ dieren, welche ihre Quelle in den C-alkvlierten Derivaten des Indols finden. Bezüglich der chemischen Natur der roten Harn¬ pigmente sind bereits Untersuchungen verschiedener Autoren vorhanden, die jedoch nicht zu übereinstimmenden Schlußfol¬ gerungen geführt haben. Ich will hier nur die Arbeit von Porcher und Hervieux1) erwähnen, die das Verhalten des Skatols im Organismus untersucht haben und die Existenz des Skatoxvls in Abrede stellen, indem sie behaupten, daß das Skatolrot mit dem Urorosein von Nencki und Hosier gleich zu stellen ist, und die Arbeit von Größer, welcher dagegen das Harnpigment als ein wirkliches Skatolderivat betrachtet und bestätigt, daß, wenn man das Pigment aus dem Harn isoliert und mit Zinkstaub destilliert, man ein Destillations- produkt gewännen kann, welches nach Skatol riecht. Für meine Untersuchungen4) wählte ich das Methyketol (a-Methylindol), weil es im Handel am leichtesten zu be¬ kommen ist. Wenn man eine alkoholische Lösung dieses Stoffes für einige Zeit der Luft aussetzt, so ändert sie sich und nimi’nt nach und nach eine rote Färbung an. ‘) Benodicenti, Sui pigmenti orinari d’origine indolica. Fest¬ schrift für Herrn Prof. Ü. Schmiedeberg, S. 6k *) Cuttitta, Sul N-dimetilindaco o verde d’indaco. Giom. R. Accad. medicina di Torino. Vol. XIV, anno LXXI. ;i) Porcher et Her vieux, Compt. rend. Société Biol., Bd. CXXXVIII, S. 1725. • *) Bei diesen Untersuchungen wurde ich durch die tätige-Mitwir¬ kung des Herrn Dr. Salvatore Cuttitta, dem ich das Studium einiger Fragen über das Verhalten der Indolabkömmlinge im Organismus an¬ vertraut hatte, oft unterstützt. Einige Daten dieser Arbeit sowie viele andere, die leider verloren gegangen sind, hätte er selbst veröffentlicht, wenn die Katastrophe von Messina, die ihn tötete, nicht das Leben eines jungen Mannes, der die Wissenschaft mit der größten Begeisterung liebte, plötzlich zerstört hätte. :