Über die roten vom Indol sich ableitenden Harnpigmente. II. Mitteilung. V on Prüf. A. Benedicenti. (Aus dem Institut für experimentelle Pharmakologie der Universität Messina.) iL)er Redaktion zugegangen am ». September 1‘jO‘t.) Bei früheren im hiesigen Laboratorium angestellten Unter¬ suchungen1) über das Verhalten im Organismus der Derivate des Indols wurde beobachtet, daß aus allen C-alkylierten Deri¬ vaten des Indols (Skatoi, a-Methylindol, a-ß-Dimethylindol, Trimethylindol, ß-Äthylindol, Bz. 3 . Pr. 2 • Dimethylindol) sich ein roter Harnfarbstoff darstellen läßt;, das Indigotin dagegen oder demselben analoge Körper können nur aus solchen Indol¬ abkömmlingen gewonnen werden, in welchen die WasserstoiT- atoine der beiden Methingruppen unsubstituiert geblieben sind. In diesem letzteren Falle geht allem Anschein nach die Oxy¬ dation der Methingruppe - GH zum Carbinolradikal G • OH und die Kondensation des Indoxyls zu dem Doppelmolekül des Indigotins wohl leichter vonstatten, während man sich vor¬ stellen könnte, daß bei G-alkylierten Derivaten größere Hinder¬ nisse der Oxydation sich in den Weg legen, so daß dieselbe bei der ersten Phase stehen bleibt, wodurch Oxydationsprodukte des halben Moleküls, d. h. des Indoxyls, zustande kommen. Wenn das zutrifft, sollten nach meiner Voraussetzung Indol¬ derivate, die im Benzolkern alkyliert sind, im Harne ebenfalls Indigo erzeugen und das ist wirklich der Fall, wie ich kürzlich ’) Cuttitta, Sulp azione fi'siologica e comportamento nelF orga¬ nisme dell’ indolina e suoi derivati. Giornale R. Accad. med. Torino. Vol. XIII, anno LXX. *) Bonedieenl i. Über ein grünes, vom Indol sich ableitendes Harn¬ pigment Diese Zeitschrift, Bd. LUI. S. 481.