Peptoly tische Fermente des Kaninchenserums. II. 121 gefällt. Der Niederschlag wurde abgesaugt, scharf abgepreßt und in der üblichen Weise mit Baryt zerlegt. Schließlich wurde der Überschuß an Baryt quantitativ mit Schwefelsäure entfernt und das Filtrat vom Baryumsulfat unter vermindertem Druck auf ungefähr 50 ccm eingedampft. Die dickflüssige Masse wurde nun unter fortwährendem Umrühren langsam in absoluten Al¬ kohol eingetropft. Die zunächst flockige, fast farblose Fällung wurde abgesaugt und mit wässerigem Methylalkohol ausgekocht. Ein großer Teil ging in Lösung und ließ sich mit Äther in Form eines farblosen Pulvers fällen. Die Ausbeute an diesem Prä- parat betrug 100 g. Das so gewonnene Pepton gab starke Biuretreaktion und Mil Ions Reaktion. Nach Zusatz einer gesättigten Ammon¬ sulfatlösung trat flockige Fällung auf. Gesättigte Kochsalzlösung bewirkte an und für sich keine Fällung, wohl aber trat ein Niederschlag auf, sobald verdünnte Salpetersäure zugegeben wurde. Es waren somit in ziemlich reichlicher Menge aussalz¬ bare Peptone vorhanden. Freie Aminosäuren waren keine nachweisbar. Mit diesem Seidenpepton wurden nun zwei Kaninchen intravenös mit steigenden Dosen (0,1—1 g) in Zeiträumen von 5-8 Tagen im ganzen 12 mal injiziert. Die Blutentnahme - erfolgte aus der Carotis und zwar nach Einbindung einer Kanüle. Das Blut wurde in einem entfetteten, sterilen Zylinder aufge¬ fangen. Der nach einigen Minuten gebildete Blutkuchen wurde mit einer Platinnadel vorsichtig gelöst. Nach! Mündigem Stehen im Eisschrank wurde jetzt das klare Serum entnommen und ab¬ zentrifugiert und das völlig blutkörperchen- und hamoglobinfreie Serum zu den unten mitgeteilten Versuchen benutzt. In genau der gleichen Weise wurde auch Serum von nicht vorbehan¬ delten Tieren entnommen. War aus irgend einem Grunde eine Spur Blutfarbstoff in Lösung gegangen, dann wurde die Probe jedesmal verworfen. Wir verwendeten absichtlich nur ganz hamoglobinfreie Sera. Hervorgehoben sei, daß während des intravenösen Im¬ munisierungsprozesses keinerlei anaphylaktische Symptome zu beobachten waren. Nur schrieen die Tiere jedesmal bei der